Waldthurn weiter auf Sparkurs

voh2803fahhaushalt.jpg
Lokales
Waldthurn
28.03.2015
0
0

Fast schon im Eiltempo verlas Kämmerer Josef Götz den Haushaltsplan für 2015 in der Marktratssitzung am Donnerstagabend. Eine wichtige Aussage daraus: Es sind keine neuen Kredite notwendig.

Die Finanzlage des Markts hat sich wieder etwas stabilisiert. Hauptgründe dafür sind neben einer höheren Schlüsselzuweisung (ein Plus von rund 34 000 Euro) und einer geringfügig niedrigeren Kreisumlage (ein Minus von 5098 Euro) ein Anstieg des Gemeindeanteils an der Einkommens- und Umsatzsteuer sowie der Einkommensteuer-Ersatzleistung von 79 057 Euro.

Der Gesamtetat

Die Einnahmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 88 618 Euro erhöht. Es kann demnach eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 285 270 Euro erwirtschaftet werden. Der Verwaltungsetat schließt mit 3 313 818 Euro. Der Vermögenshaushalt umfasst 944 758 Euro. Der Gesamtetat: 4 258 576 Euro (Erhöhung um rund 55 000 Euro). Die Personalkosten betragen 608 494 Euro. Dies bedeutet eine Erhöhung um etwa 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist unter anderem den Tarifveränderungen geschuldet.

Bei den drei kostenrechnenden Einrichtungen Abwasseranlage Waldthurn, Abwasseranlage Albersrieth und Wasserversorgung wird eine Kostendeckung erreicht. Die Einnahmemöglichkeiten werden weitestgehend ausgeschöpft. Die freiwilligen Leistungen wurden auf ein Minimum reduziert. Heuer ist somit keine Kreditaufnahme vorgesehen. Die Tilgungen belaufen sich auf rund 184 805 Euro. Die Rücklage beträgt zum 1. Januar etwa 231 626 Euro und soll bis Jahresende bei 274 626 Euro liegen. Der Schuldenstand beläuft sich auf rund 1 545 619 Euro.

Kämmerer Josef Götz sagte, dass für die Errichtung des Schulzentrums im April 2011 ein Darlehen von 300 000 Euro aufgenommen wurde. Da nun die Baumaßnahme abgeschlossen ist, ist das Darlehen im Haushalt zu führen. Der Restbetrag von knapp 291 176 Euro ist in die Statistik aufzunehmen. Damit errechnet sich zum Ende des Jahres ein Stand von etwa 1 652 057 Euro. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 844,61 Euro (Landesdurchschnitt 2013: 693 Euro).

Synergie-Effekte nutzen

"Die Gemeinde steht auf soliden Füßen," freute sich Hubert Stahl (CSU). Trotzdem gäbe es bestimmt Ansätze zur Verbesserung - vielleicht könne man Synergie-Effekte im Bereich der Kita und Kinderbetreuung nutzen, um Gelder einzusparen. Michael Steiner (FWG) fand es erfreulich, dass Einkommensteuer und Schlüsselzuweisungen gestiegen seien.

Stefan Grünauer (SPD) bat darum, auch künftig die Ausgaben im Auge zu behalten: "Es gibt bestimmt noch Gelegenheiten zum Sparen." Der Haushaltsplan 2015 wurde einstimmig genehmigt. Ebenso einmütig waren die Beschlüsse der Haushaltssatzung 2015 und des Finanz- und Investitionsprogramms 2014 bis 2018.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.