Werkstatt im Dorf lassen

Lokales
Waldthurn
07.11.2014
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In Waldthurn ist eine "Dorfwerkstatt" geplant. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch äußerst schwierig.

Dr. Nikolaus Globisch brachte es beim Treffen der Kerngruppe "Marktplatz der Generationen" im Reha-Zentrum auf den Punkt: "Wir müssen die für uns wichtigen Personen, auch die Politiker, für unser Vorhaben sensibilisieren." Wichtig sei jetzt außerdem, dass eine Gruppe eine detaillierte Projektbeschreibung erstellt und auch Zahlen auf den Tisch legt.

Offene Einrichtung

Eine "Dorfwerkstatt" als offene Einrichtung beinhalte die sozio-kulturelle Zusammenarbeit von Reha-Zentrum, Gemeinde und der Tagespflege H & S Hammerl (Stefan Hammerl, Gesundheits- und Pflegezentrum). Vorstellbar wären 9 Therapieplätze, eine rund 500 Quadratmeter große Werkstatt plus 25 weitere Plätze. Natürlich könnte auch die Bevölkerung Ideen und Anregungen einbringen. "So ein Projekt gehört in den Ort, nicht an den Ortsrand", meinte Bürgermeister Josef Beimler.

Die Vorteile lägen auf der Hand: Inklusion könnte unkompliziert sein. Die Belebung innerorts mache einen Schritt vorwärts. Die Bewohner des Reha-Zentrums sowie die Senioren der Tagespflege könnten sinnvoll beschäftigt werden. Das Projekt hätte laut Karl-Heinz Dommer vom Büro Landimpuls "Modellcharakter", was auch eine Aufwertung des ländlichen Raums zur Folge hätte.

Der Leiter des Zentrums, Matthias Warken, warnte vor hohen Investitionskosten und höheren laufenden Betriebskosten. Die Mehrausgaben für Personal würden durch die Tagessätze nicht einmal annähernd gedeckt. "Diese Kosten würden nicht anfallen, wenn wir die Werkstatt auf unserem Gelände errichten", sagte Warken. Karl Kroher, Vorsitzender des Vereins "Reha-Zentrum Oberpfalz" erwähnte, dass intern schon länger über eine Erweiterung der Arbeitstherapieplätze diskutiert wurde. Aber: "Es wird sehr schwer werden, zwei Baustellen, Reha-Zentrum und Dorfwerkstatt, zu bedienen."

Dommer schlug vor, die Eckdaten der Mehrkosten festzuhalten, an einem Konzept zu arbeiten und Möglichkeiten zur Finanzierung zu suchen. "Wir müssen alle Hebel bedienen: Lothar Höher, Emilia Müller, Gesundheitsministerium. Die normalen Wege funktionieren nicht", meinte Dr. Globisch.

Bürgerbus geplant

Über den geplanten Bürgerbus berichtete Uwe Peter vom Reha-Zentrum. "Momentan haben wir eine Praktikantin, die sich diese Arbeit gut vorstellen kann." Ein Kleinbus würde einmal pro Woche am Vormittag zu einer Einkaufsfahrt starten. Neben der Praktikantin und einem Klienten könnten zusätzlich sechs Personen mitfahren. Ein Faltblatt mit Beschreibung wird an die Haushalte verteilt.

Abschließend ging es noch kurz um den Marktladen. Dr. Globisch bemängelte, dass ihn immer noch zu wenige Bürger nutzten. Die Betreiberin sei offen für jeden Verbesserungsvorschlag und versuche, diesen umzusetzen.
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