Zentrum der große Wurf

Lokales
Waldthurn
20.11.2014
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Den CSU-Seniorennachmittag nannte Bürgermeister Josef Beimler kühn "Info-Stammtisch für Junggebliebene". Das Publikum lauschte gespannt den Informationen über das Mehrgenerationen- und Gesundheitszentrum.

Ein CSU-Seniorennachmittag mit perfekter Bewirtung und interessanten Informationen, was will man mehr? Vorsitzender Georg Stahl und sein Team hatten alles im Griff. Bürgermeister Josef Beimler begrüßte 50 ältere Bürger zum "Info-Stammtisch für Junggebliebene" und erläuterte kompakt das Gemeindejahr. Das Lobkowitzschloss werde man auf keinen Fall vor 2016 renovieren - eher noch später. Zuerst müsse die Wallfahrtskirche auf dem Fahrenberg fertig sein, teilte er mit.

Das neue Museum im Schwesternheim werde garantiert barrierefrei, versprach der Gemeindechef. Das alte Rathaus müsse weg. "Es gibt keine Innerortsbelebung ohne Parkplätze." Die kleine Bürgerhilfe werde man versuchen am Leben zu halten. Stahl stellte den Bauherrn des neuen Mehrgenerationen- und Gesundheitszentrums, Stefan Hammerl aus Eslarn, vor. Die Einrichtung, so viel wurde klar, ist für Waldthurn ein "großer Wurf".

Hammerl erläuterte sein Konzept, das auf den drei Säulen "Wohnen - Versorgung - Dienstleistung" basiert. Man könne sich einmieten. Sollte man Bedarf an Serviceleistungen haben, seien diese jederzeit abzurufen. Oft sei es älteren Menschen nicht mehr möglich, im eigenen großen Haus mit Garten zu leben und sich dort zu versorgen.

Das neue Zentrum sei eine gute Alternative vor Ort. Es ermögliche, den hausinternen, aber auch den eigenen Pflegedienst in Anspruch zu nehmen. Eine der drei Wohnungen im Gebäude sei bereits belegt - die beiden anderen seien auch vergeben.

Das zweite Standbein sei die Versorgung durch den Gesundheitsladen mit Pflegebetten, Krücken, Verbandsmitteln und vielem mehr. Als dritte Säule nannte der Sprecher die Dienstleistungen der rund 20 Schwestern, die sich um die Versorgung der Bewohner kümmern. Dies könne die Hilfe beim Einkauf oder auch die Schwerstkrankenpflege sein. Alle drei Bereiche sind einzeln zu buchen. Es sei auch möglich, sich daheim vom Personal versorgen zu lassen.

Das Haus habe eine Pflegewohngruppe mit acht Plätzen, sechs seien belegt. Dieser Service dauere nur einige Wochen, beispielsweise nach einer Operation.

Versorgung sichergestellt

Der Laden versorge die Menschen auch mit Sicherheitskleidung. Physio- Ergo- und Logopädie würden angeboten. Man wolle Fachärzte nach Waldthurn bringen. Chirurg, Naturheilkundler, Augenarzt und Neurologe sollten im Turnus von drei Wochen für einen halben Tag vor Ort sein. "Sechs bis sieben Fachrichtungen sind unser Ziel."

Besonders dankte Hammerl Dr. Nikolaus Globisch für die Unterstützung. Die Wundversorgung und Beratung bei Verbandswechsel wird Daniela Hammerl übernehmen.

Das Generationencafé sei für Heimbewohner, Besucher, aber auch für die Öffentlichkeit bestimmt. "Ein Leben zwischen drinnen und draußen soll dabei entstehen." Veranstaltungen und Vorträge seien geplant. "Wir hoffen, dass wir Ende des Jahres fertig sind und das Gebäude im Januar einweihen können." Nach Absprache mit dem Bürgermeister könne man schon jetzt das Gebäude besichtigen. Die Bemühungen des Investors wären fast an den Behörden gescheitert. "Hammerl und die Marktgemeinde ließen sich nicht beirren", sagte Beimler. "Du bist jetzt fast ein Waldthurner", meinte der Rathauschef dankbar .
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