Zur Ehre Gottes

Ehrenamt ist für Angela Wittmann keine Arbeit, sondern ein Akt zur Ehre Gottes, der ihr selbst auch noch gut tut. Seit zwei Jahrzehnten trägt sie das blaue Banner des Frauenbunds Waldthurn. Bild: fvo
Lokales
Waldthurn
05.12.2015
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Frauenbund-Kreisvorsitzende Martha Bauer stellte bei der 60-Jahr-Feier des Katholischen Frauenbunds Waldthurn nach einem Vers von Martin Luther fest: "Die Welt kann Frauen nicht entbehren." Angela Wittmann aus Frankenrieth ist ein Beispiel dafür, dass diese Redewendung stimmt.

Wittmann trägt seit 20 Jahren das Banner des Katholischen Frauenbunds (KDFB) bei allen Anlässen - ohne jegliche Stellvertreterin. Die engagierte Christin ist immer zur Stelle. Die derzeitige stellvertretende Sprecherin des Pfarrgemeinderats (PGR) ist seit zwei Jahrzehnten in diesem Gremium vertreten. Dabei leitet sie den Sachausschuss Ehe und Familie.

Seit 14 Jahren ist sie Kommunionhelferin in der Pfarrei St. Sebastian Waldthurn und bringt den Kranken würdevoll die Krankenkommunion. Die katholische Sonntagszeitschrift "Stadt Gottes" trägt sie als Nachfolgerin von Helga und Max Wittmann in ihrem Dorf gerne und selbstverständlich aus. Von Marianne Vitzthum hat sie zudem die Einteilung der Pflege am Lennesriether Friedhof übernommen .

Als Tischmutter engagiert

Die gelernte Arzthelferin ist seit ihrer Heirat Bäuerin auf dem "Steffelbauernhof" in Frankenrieth und arbeitet seit 34 Jahren halbtags als Verwaltungsangestellte im Sekretariat der Berufsschule in Weiden. So ist für die Mutter von drei erwachsenen Töchtern der Tag mit viel Arbeit ausgefüllt.

"Man darf dies alles nicht als Arbeit sehen. Ich bringe für meine Tätigkeiten zur Ehre Gottes und der Menschen viel Zeit auf, weil es mir persönlich wirklich gut tut", resümiert Wittmann.

Gerne erinnert sie sich an die Zeit, als ihre jüngste Tochter Franziska zur Kommunion kam und sie sich als Tischmutter einbrachte. "Dies war zusammen mit den Kindern unglaublich schön. Diese Zeit möchte ich auf keinen Fall missen."

"Das ist eine narrisch hilfsbereite Frau", sagt eine Bekannte. Immer wieder könne man die "Steffelbäuerin" dabei beobachten, wie sie bei ihren Friedhofsbesuchen bei Bedarf auch mal ein Nachbargrab mit Wasser versorgt. Auch so manchen Sack Kartoffeln transportierte die hilfsbereite Frau zur Asylbewerberunterkunft nach Waldthurn. Wittmann lebt ihren Glauben tagtäglich, ist hilfsbereit und liefert den Kranken im Dorf aus dem "Zeitungskastl" den "Neuen Tag" frei Haus.
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