Ärger wegen des Ausschneidens von Windschutzhecken
Bürger beim Marktplatz ins Boot holen

Der Stein des Anstoßes: die Windschutzhecken auf der Lennesriether Höhe. Bild: fla
Politik
Waldthurn
03.02.2016
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Die Neugestaltung des Marktplatzes wird die Waldthurner in den nächsten Monaten verstärkt beschäftigen. Unter anderem ist eine Bürgerbefragung geplant.

In der Marktratssitzung berichtete Bürgermeister Josef Beimler über die Bauausschusssitzung vom 21. Dezember. Hier lagen für den Marktplatz drei Gestaltungsvarianten vor. Die Teilnehmergemeinschaft hatte sich bereits im Vorfeld für die dritte Variante mit 24 Stellplätzen entschieden, dabei sollten möglichst Kurzzeit-Parkzonen eingerichtet werden.

Der Schwerpunkt der Gestaltung liegt im Bereich der Dreifaltigkeit und dem Platz vor der Kirche. Zudem steht eine Versetzung des Kriegerdenkmals im Raum. Da es sich bei diesem Projekt um ein sensibles Thema handelt, schlugen die Verantwortlichen eine Bürgerbefragung vor. Des Weiteren regten sie an, die Bushaltestellen in die Nähe der Siedlungsgebiete zu verlegen. Zudem soll der Straßenverlauf an die Gebäudesituation angepasst werden. Der nächste Schritt ist ein Gespräch mit der kirchlichen Gemeinde.

Hecken verursachen Ärger


Massive Probleme gab es beim Ausschneiden der Windschutzhecken im Bereich der Lennesriether Kreuzung. "Diese Maßnahme hat die Untere Naturschutzbehörde angeordnet", informierte Beimler. Man habe lediglich den besten Zeitpunkt abgewartet, damit der Boden gefroren und somit von den Maschinen befahrbar war. Er werde jetzt als Verbrecher an der Natur hingestellt.

"Kaum hatten die Arbeiten begonnen hagelte es Anrufe, Beleidigungen und Anzeigen." Auch die Polizei sei vor Ort gewesen, konnte aber keine Widerrechtlichkeit feststellen. Laut Anweisungen der Naturschutzbehörde hätten noch wesentlich mehr Bäume und Sträucher entfernt und zurückgeschnitten werden müssen. Stellvertretender Bürgermeister Roman Bauer berichtete ebenfalls über einen anonymen Anruf, bei dem er "übelst beschimpft und beleidigt" worden war. Beimler wünscht sich überdies eine Aussprache mit dem Bund Naturschutz.

Die Markträte behandelten auch die gemeindliche Stellungnahme zur Erneuerung der Beschilderung im Zuge der Staatsstraße 2396 von Albersrieth bis Georgenberg. Das Staatliche Bauamt hat bereits Entwürfe erstellt. Ein Vorschlag lautete, Frankenrieth nicht mehr auf der Beschilderung bei der Lennesriether Kreuzung zu berücksichtigen, da es sich um kein offizielles Fern- oder Nahziel handelt. Hier widersprach das Gremium: "Frankenrieth muss auf das Schild, es ist das erste Nahziel auf dem Weg nach Floß." Die anderen Vorschläge wurden einstimmig akzeptiert. Zudem stellte der Markt den Antrag, wieder eine Beschilderung zur Wallfahrtskirche auf dem Fahrenberg an der Abzweigung nach Oberbernrieth im Bereich des Langlaufzentrums anzubringen.

Unterkunft für Asylbewerber


Weiter gab Beimler bekannt, dass es in der Fahrenbergstraße 3 eine neue Asylbewerberunterkunft gibt, in die am Donnerstag die ersten Flüchtlinge einziehen. Zudem informierte der Bürgermeister, dass die Neueröffnung einer podologischen Praxis am Freitag, 5. Februar, um 16 Uhr im Gesundheitszentrum ist.

Abschließend dankte Bauer dem"Bauhof-Team für den unkomplizierten Umzug des Heimatmuseums. "Trotz einiger Kritik im Vorfeld - alles ist gut gelungen. Das umgebaute Schwesternheim ist das Beste, was uns passieren konnte."

Marktratssplitter: Geldauszahlungen im MarktladenIn seinen Mitteilungen sprach Bürgermeister Josef Beimler die Schließung der Sparkassenfiliale an: "Ich möchte nur noch festhalten, dass ich im Vorfeld nichts davon gewusst habe." Roman Bauer bedauerte das Vorgehen der Bank: "Sie könnte doch wenigstens den Geldautomaten und den Kontoauszugsdrucker da lassen."

Hier wartete Michael Steiner mit einer Überraschung auf. Man habe eine Vereinbarung mit der Sparkasse getroffen: Geldauszahlungen sind künftig auch im Marktladen möglich. Der Rathauschef informierte, dass es bis März keine Förderungen von Euregio Egrensis für gemeinsame Unternehmungen mit der Partnerstadt Hostau gibt. Die Gemeinde werde daher die Vorhaben auf ein Minimum beschränken. Beimler war zudem enttäuscht über die geringe Beteiligung der Bevölkerung an der Sitzung der TG Waldthurn 3 zur Neugestaltung des Badeweihers . "Der Tennisclub hat aber bereits ein paar Anregungen mitgeteilt."

Der Antrag des Auto-Motor-Clubs "Cesky Les" auf einen Zuschusses für die "Fahrt des Sascha Kolowrat" genehmigte das Gremium. "Waldthurn beteiligt sich auf jeden Fall wieder", erklärte Beimler. Partnerschaftsbeauftragter Uli Völkl wurde gebeten, sich wieder um die Organisation zu kümmern.(fla)
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