Altes Rathaus in Waldthurn wird abgebrochen
Gebäude bald Geschichte

Die Abbrucharbeiten haben begonnen. Bald wird dieser Anblick der Vergangenheit angehören. Bild: fla
Politik
Waldthurn
29.09.2016
135
0

Bürgermeister Josef Beimler informierte die Bauausschussmitglieder bereits Mitte September über den Abbruch des alten Rathauses. Jetzt kann es also losgehen.

Ortsplaner Rudi Meißner und Anne Wendl legten auch eine Skizze der Parkplatzgestaltung in diesem Bereich vor. In der Septembersitzung des Marktrats wurden nun die Empfehlungen des Bauausschusses bezüglich der Vorschläge der Ortsplaner weitergegeben. So spricht sich der Ausschuss dafür aus, dass die Kostenobergrenze für die Gestaltung bei 120 000 Euro liegen muss. Die momentane Kostenberechnung liegt bei 178 000 Euro. Dem stimmte auch das Gremium geschlossen zu.

Architekt Meißner wird die Parkplatzgestaltung dahingehend überarbeiten und die weiteren Einsparungs-Vorschläge des Bauausschusses berücksichtigen. Beimler informierte außerdem darüber, dass der Trafo beim alten Rathaus ebenfalls abgebrochen und an neuer Stelle, nach hinten versetzt, wieder aufgebaut wird. Auf die Gemeinde kommen hier rund 5000 Euro an Kosten zu. Michael Steiner regte an, nachzufragen, ob es dann gleich möglich wäre, dort eine Tankstelle für Elektro-Autos einzurichten.

Auch zur Schaffung eines behindertengerechten Zugangs zur Arztpraxis im Haus der Bäuerin folgte das Gremium der Empfehlung des Bauausschusses. Dieser sprach sich mehrheitlich für die günstigere Variante eines Plattformlifts für rund 15 000 Euro statt der früher angedachten Hebebühne aus.

Meißner schlug vor, noch heuer mit dem Umbau zu beginnen. Bürgermeister Beimler klärt mit Kämmerer Josef Götz die Möglichkeit der Zwischenfinanzierung. Auch er möchte so bald wie möglich starten, damit bis zum Heimatfest alles fertig ist. Während der Umbauarbeiten wird ein provisorischer Eingang durch den Keller benutzt. Dr. Nikolaus Globisch empfahl schmunzelnd, den Zugang durch Bauhofmitarbeiter so gut herrichten zu lassen, "damit die Patienten auch die Praxis finden und sich nicht im Keller verlaufen".

Gestaltung Bergmann-Haus


Zur Gestaltung der Fußböden, Fliesen und Bäder im ehemaligen Bergmann-Haus stimmten die Markträte einheitlich für dunklen PVC. Fliesen werden nur im Spritzbereich der Bäder angebracht. Türen, Wände und Zargen werden in Weiß gehalten. Der Haussockel zur Vohenstraußer Straße wird mit Granit eingefasst (Kosten 2500 bis 3000 Euro). Im Eingangsbereich wird ein Briefkastenständer für drei Parteien aufgestellt. Laut Architekt erfolgt die Fertigstellung des Gebäudes bis Mitte November.

Gegen die Bauvoranfrage von Franziska und Michael Müller aus Waldthurn für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung ("Am Badeweiher"), hatten die Markträte keine Einwände.

Dem Antrag der Dorfgemeinschaft Albersrieth auf Errichtung eines Kinderspielplatzes stand das Gremium ebenfalls positiv gegenüber. Beimler findet es sogar "eine super Sache". Vorgeschlagen wurde ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Dorftreff. Es handelt sich um eine landwirtschaftlich genutzte Wiese mit einem Teich der Familie Andreas Danzer. Die Fläche ist ungefähr 600 Quadratmeter groß.

Vorgespräche zwischen Dorfratsvorsitzendem Andreas Bodensteiner und Andreas Danzer wurden bereits geführt. "Grundsätzlich spricht nichts gegen die Errichtung eines Spielplatzes, den Standort finde ich allerdings nicht optimal", meinte Roman Bauer. Dem widersprach Georg Bocka. Gerade diese Lage sei günstig, da der Spielplatz dann weg von der Straße wäre.

Beim Amt anfragen


Der Rathauschef will nun mit dem Amt für Ländliche Entwicklung klären, ob es möglich ist, diese Maßnahme dem laufenden Dorferneuerungsverfahren beizuziehen. "Wenn das Amt zustimmt und finanziell alles passt, steht dem Projekt meiner Meinung nach nichts im Weg", sagte Beimler.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.