Bürgermeister Josef Beimler ärgern behördliche Bedenken
Neubaugebiet „Hirmersbühl“ vorantreiben

Das ist das Problem einer kleinen Anlage. Einige Kosten fallen immer an, die dann auf wenige Haushalte umgelegt werden.
Politik
Waldthurn
23.12.2015
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Wie jedes Jahr blickte Bürgermeister Josef Beimler in der Dezember-Marktratssitzung auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Er brachte damit wichtige, weitreichende Maßnahmen und Beschlüsse in Erinnerung.

"Heuer wurde mit der Neugestaltung des Umfelds des Kinderbildungszentrums begonnen", sagte der Rathauschef. Die Restarbeiten gehen im Frühjahr 2016 über die Bühne. Die Bepflanzung übernehme die Fielmann-Stiftung. Ein wichtiges Projekt sei auch die Neugestaltung des Dorfplatzes in Lennesrieth im Bereich des ehemaligen Schulgartens gewesen. "Die geschätzte Summe von 65 000 Euro werden wir nicht erreichen", erklärte der Bürgermeister. Besonders freute er sich, dass die Bürger "kräftig mit angepackt haben".

Neues Gemeindezentrum


Zum Thema machte Beimler auch die Renovierung des Lobkowitzschlosses und den Umbau der bisherigen Kita samt Schwesternwohnheim in ein Gemeindezentrum. "Leider konnte das alte Rathaus noch immer nicht abgebrochen werden." Auf Nachfragen habe der Landeskonservator Mathias Pfeil mitgeteilt, dass das Landesamt für Denkmalpflege den formalen Nachtrag des Baudenkmals in die Denkmalliste vor allem wegen dem Vertrauensschutz der Gemeinde hinsichtlich Schaffung der Stellplätze zurückgestellt habe.

Denkmalkonzept


Zur Ausweisung eines Neubaugebiets im Bereich "Hirmersbühl" erläuterte Beimler, dass sich hier eine Lösung in Form eines Mischgebiets-Gürtels andeutet. Besonders ärgerlich sei, wenn er aus der Presse entnehmen müsse, wie in bestimmten Gemeinden problemlos ein Baugebiet nach dem anderen ausgewiesen wird. "Und wir bekommen laufend nur die Bedenken zu hören." Wegen einem gewerblichen Vorhaben im Bereich Maienfeld muss die Gemeinde laut Forderung des Landratsamts ebenfalls in die Bauleitplanung mit Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans einsteigen.

Erfreulich sei, dass Waldthurn als Modellgemeinde für die Anfertigung eines Kommunalen Denkmalkonzepts ausgewählt wurde. Es diene als Handlungsempfehlung für alle bayerischen Gemeinden. Zum Thema "Verwirklichung einer Dorfwerkstatt" wurden bereits Vorgespräche geführt und ein Grobkonzept den jeweiligen Stellen vorgelegt.

Bei der Abwasserentsorgung sank in Waldthurn die Gebühr auf 1,65 Euro. Das Wasserrecht für die KA Albersrieth wurde verlängert. Leider müsse hier die Gebühr pro Kubikmeter Abwasser um 0,45 Euro auf 1,89 Euro erhöht werden. "Das ist das Problem einer kleinen Anlage. Einige Kosten fallen immer an, die dann auf wenige Haushalte umgelegt werden."

Der Wasserpreis musste im Zuge der Nachkalkulation auf 1,74 Euro pro Kubikmeter erhöht werden. Zum Tiefbrunnen merkte Beimler an, dass die Nitratwerte derzeit weiterhin konstant unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegen. Dies sei auch den Landwirten zu verdanken.

Der Dorfplatz in Spielberg werde für das bevorstehende Feuerwehrfest auf jeden Fall hergerichtet. Bereits drei Projekte waren beim Projekt "Marktplatz der Generationen" fertiggestellt oder in Angriff genommen worden: Pflege- und Gesundheitszentrum, Marktladen und der barrierefreie Zugang zur Arztpraxis. Zum Marktladen "Gänsbürgerladen" berichtete Beimler nur Positives. (Im Blickpunkt)
Das ist das Problem einer kleinen Anlage. Einige Kosten fallen immer an, die dann auf wenige Haushalte umgelegt werden.Bürgermeister Josef Beimler
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