Bürgerversammlung in Waldthurn
Zuerst die Zweifel beheben

Politik
Waldthurn
15.11.2016
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Den zweiten Teil der Bürgerversammlung nutzt Rathauschef Josef Beimler, um über die Abwasserentsorgung zu informieren. Zudem berichtet er von Neuerungen in der Waldthurner Geschäftswelt.

In Waldthurn/Lennesrieth liegt die Abwassergebühr seit dem 1. Dezember 2015 bei 1,65 Euro pro Kubikmeter, führte Beimler an. Zum Abschluss der Verbesserungsmaßnahmen wird die Abwasseranlage nochmals vom Wasserwirtschaftsamt geprobt. "Eine abschließende Bewertung liegt bislang noch nicht vor", merkte der Bürgermeister an. Es mache keinen Sinn, für zweifelhafte Maßnahmen Geld in die Hand zu nehmen. Es müsse sichergestellt sein, dass diese Maßnahmen notwendig sind.

Zur Kläranlage Albersrieth führte Beimler aus, dass eine neue wasserrechtliche Erlaubnis erteilt wurde. Als Auflage wurde verfügt, dass sicherzustellen ist, dass die Aufenthaltszeiten des frischen Abwassers maximal eine Stunde betragen. Die Abwassergebühr für Albersrieth beträgt seit Ende 2015 1,89 Euro pro Kubikmeter Abwasser. Die Entsorgung in den Ortsteilen Unter- und Oberfahrenberg über das Vakuumsystem der Ortschaft Bibershof laufe weiterhin problemlos.

Die Wasserverluste erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf rund 5900 Kubikmeter. Hier muss man beachten, dass bei dieser Fehlmenge auch das Wasser für das Spülen der Anlage mit enthalten sei. In diesem Zeitraum mussten außerdem drei Hauptleitungsschäden und ein Hausanschluss-Bruch beseitigt werden. Darüber hinaus wurden drei Hausanschlüsse hergestellt und ein Oberflurhydrant erneuert. Der Wasserpreis liegt seit 1. Dezember 2015 bei 1,74 Euro brutto pro Kubikmeter.

Die Zukunft des Waldthurner Tiefbrunnens liege dem Bürgermeister extrem am Herzen. Die Nitratwerte betragen derzeit rund 42 mg pro Liter und liegen damit weiterhin konstant unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung. Ende Oktober wurde die Herbstbeprobung durchgeführt und die Zwischenfrucht-Demoanlage vorgestellt. "Ich möchte Georg Bocka dafür danken, dass er dafür bereits seit vier Jahren seine Flächen kostenlos bereitstellt und bearbeitet", lobte Beimler. Das Wasserrecht für den Tiefbrunnen läuft noch bis 31. Dezember 2020, eine neue Erlaubnis muss rechtzeitig beantragt werden.

Auch die Arbeit des Marktrats stellte Beimler kurz vor. In bisher 10 Sitzungen wurden 240 Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Der Rathauschef berichtete, dass dem Markt für das Gesundheitszentrum der Staatspreis 2016 für die Land- und Dorfentwicklung verliehen wurde. "Besonders freue ich mich darüber, dass auch das Café beziehungsweise Speiselokal in diesem Gebäude endlich geöffnet ist", betonte der Bürgermeister.

Der "Gänsbürgerladen" werde gut angenommen, leider schließt das Blumengeschäft am Marktplatz. Die Postagentur befindet sich ab 20. Januar 2017 im Getränkemarkt in der Poststraße. Weitere Themen betrafen die Sanierung des "Bergmann-Hauses", die Probleme beim Abbruch des alten Rathauses und die Schaffung von Stellplätzen. Das Projekt "Kleine Bürger-Markthilfe" wurde nicht weitergeführt. Zur Verbesserung des Breitbandausbaus konnte er vermelden, dass auch das zweite Verfahren (Irlhof) genehmigt wurde.

DorferneuerungZur Dorferneuerung vermeldet Bürgermeister Josef Beimler, dass das Neuordnungsverfahren in Albersrieth vor dem Abschluss steht. Auch in Waldthurn wurden einige Maßnahmen abgeschlossen, so die Gestaltung des Umfeldes des Kinderbildungszentrums und der ehemalige Schulgarten in Lennesrieth. Auch das Nähwärmenetz rund um das Kinderbildungszentrum konnte in Betrieb genommen werden. Für ein weiteres Nahwärmenetz müsse man noch andere Lösungen finden.

Die Sanierung "Haus der Bäuerin" wird als private Maßnahme eingestuft. Mit Zuschussmitteln wird das "Waldthurner Markt- und Dorferneuerungsblatt" herausgegeben. "Das Projekt Marktplatz der Generationen ist leider ausgelaufen", bedauerte Beimler. (fla)
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