Freie Wählergemeinschaft Waldthurn
„Ein reines Gedankenmodell“

Momentan ist das Kriegerdenkmal noch eingepackt. Es bleibt aber auf jeden Fall vorerst an seinem Platz, informierte Michael Steiner in der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler. Bild: fvo
Politik
Waldthurn
12.03.2016
35
0

Nach den ersten zwölf Monaten als Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft (FW) Waldthurn war Jürgen Götz mehr als zufrieden. In der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kühnhauser zog er eine positive Bilanz.

Mit den Neuzugängen Andreas Holfelner und Simon Bauer hat die Gemeinschaft nun 57 Mitglieder. Der Vorsitzende berichtete über viele Aktivitäten, darunter den Aufbau des Osterbrunnens am Lobkowitzschloss, Teilnahme am Bürgerfest und Ferienprogramm der Marktgemeinde.

Trotz mäßigen Wetters war der Adventsmarkt wieder der Renner. Albert Pühler und Roman Bauer organisierten einen ausrangierten Ladewagen, der nach Umbau für die Lagerung und Transport der Hütten verwendet wird. Besonders dankte der Sprecher Johann Bäumler für das Zusammenstellen einer schlagkräftigen jungen Truppe für die Fußball-Marktmeisterschaften. "Fast zwei Drittel der Mannschaft bestand aus Jugendlichen und wir belegten den dritten Platz", freute sich Bäumler. Bernhard Unger bescheinigte Kassier Michael Steiner nach dessen Kurzreferat einwandfreie Buchführung.

"Verhinderungsbehörde"


Steiner informierte anschließend als Marktrat und Fraktionssprecher über die politischen Aktivitäten der Freien Wähler und die Angelegenheiten im Gremium. Er kritisierte die "Verhinderungsbehörde Landratsamt" hinsichtlich des Neubaugebiets Hirmesbühl. Durch Lärmschutzgutachten sei nun der untere Bereich Mischgebiet und man müsse Abstand zum Gewerbegebiet einhalten. "Die längste Phase für die Planung dürfte nun vorbei sein und im Herbst sollten voraussichtlich die ersten Bauten oder wenigsten die Planungen beginnen." Der Fraktionssprecher erwähnte auch, dass das Gewerbegebiet "Maienfeld" geplant sei. Weiter sprach er über die fast fertiggestellten Außenanlagen des Kinderbildungszentrums und die Anbindung von Bauhof und Schützenhaus an die Wärmeversorgung der Schule.

Besonders freute er sich, dass die Neugestaltung des Schulgartens in Lennesrieth mit Kosten von unter 30 000 Euro verwirklicht worden war, obwohl ursprünglich 65 000 Euro angesetzt waren. Für die 125-Jahr-Feier der Feuerwehr Spielberg sei auch seine Fraktion für eine "Verschönerung des Spielberger Kirchvorplatzes".

Letzte Chance erkannt


Mit der Sanierung des Lobkowitzschlosses könne erst nach Abschluss der Renovierung der Wallfahrtskirche auf dem Fahrenberg begonnen werden. "Waldthurn hat die letzte Chance für einen Marktladen erkannt. Obwohl die Zahlen des ersten Halbjahres noch nicht vorliegen, läuft der ,Gänsbürger-Laden' sehr gut." Feuerschutz, Breitbandausbau, 800-Jahr-Feier, Asylbewerber und Partnerschaft mit Hostau erläuterte Steiner aus Sicht seiner Fraktion.

Albert Pühler wollte vom Fraktionsvorsitzenden wissen, ob das Kriegerdenkmal tatsächlich versetzt werde. Steiner stellte klar, dass eine Versetzung "ein reines Gedankenmodell" hinsichtlich der Marktplatzgestaltung war und sei. "Das Kriegerdenkmal soll bleiben wo es ist und über die Köpfe der Bürger wird sowieso nichts entschieden." Der Marktrat werde keine Entscheidung treffen, sondern bei Bedarf würde man die Bürger bei einer öffentlichen Abstimmung befragen. Eine Entscheidung, ob und wohin man das Kriegerdenkmal versetzen wird, könne aber noch Jahre dauern.

Zweiter Bürgermeister Roman Bauer dankte dem "Superkapitän" Götz für das Engagement und würdigte die Arbeit von Marktrat Steiner als Geschäftsführer des "Gänsbürger-Ladens". "Ohne Laden wäre Waldthurn ein Stück ärmer."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.