Marktrat Waldthurn
Nahwärmenetz für Wohngebiete

Dorferneuerungsplanerin Anne Wendl präsentierte dem Marktrat eine neue Skizze für das "Grüne Klassenzimmer" südlich des Schulhauses. Nun gibt es vier Sitzgelegenheiten mehr. Repro: fla
Politik
Waldthurn
03.05.2016
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Die Regionalplanung hat mittlerweile die Bedeutung kleiner Dorfläden erkannt. "In Waldthurn sind wir hier ohnehin schon weiter, die Selbstversorgung wurde bereits vorgenommen", sagte Bürgermeister Josef Beimler in der Sitzung des Marktrats.

Ein Punkt betraf die 26. Änderung des Regionalplans Region Oberpfalz Nord. Waldthurn bekam die Möglichkeit einer Stellungnahme. Die Änderungen zielen hier nicht direkt auf die Gemeinde ab. Kleinere Orte werden im Plan nur genannt, wenn sie über besondere Einrichtungen und überregional bedeutsame Standorte verfügen. Das Gremium nahm die Änderung zur Kenntnis, es könnte aber auf den Erholungswert und die Bedeutung des Fahrenbergs mit über 800 Jahren Wallfahrtsgeschichte im Bereich "Erholung und Tourismus" hingewiesen werden.

Fördermittel ausschöpfen


Beimler berichtete außerdem über die Vertragsunterzeichnung zum schnellen Internet in Waldthurn. "Sobald der Vertrag gegengezeichnet ist, wird uns die Urkunde überreicht", ergänzte er. In einem Schreiben des Landratsamts ging es um einen Masterplan, den jede Gemeinde vorlegen sollte, um Fördermittel weitestgehend ausschöpfen zu können. Außerdem soll dadurch nach Möglichkeit die Breitbandversorgung mit Glasfaserkabel bis zum Endanschluss forciert werden. Die Räte waren sich einig, einen Masterplan anfertigen zu lassen.

Mehr Sitzsteine für Schüler


Zur Neugestaltung des Umfelds des Kinderbildungszentrums hatte Dorferneuerungsplanerin Anne Wendl einen weiteren Vorschlag in Bezug auf die alternative Anordnung der Sitzsteine für das "Grüne Klassenzimmer". Die ursprünglich geplanten acht Quader waren Rektorin Tanja Willax-Nickl zu wenig - man müsse von einer Klassenstärke von 24 Schülern ausgehen. Wendl legte nun einen neuen Plan mit zwölf Quadern vor. Der Bauausschuss empfiehlt gesägten Granit, sandgestrahlt und mit gebrochenen Kanten. Dies wird an die Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 weitergegeben. Das Gremium akzeptierte die Skizze einstimmig.

Die Arbeiten an der Fernwärmeleitung für das Schützenhaus, den Bauhof und das Feuerwehrhaus laufen. Der Marktrat genehmigte eine zusätzliche Beleuchtung unterhalb des Schützenhauses im Bereich des Stromkastens. Ein weiterer Punkt betraf eine Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz im Bereich Reha-Zentrum mit den angrenzenden Wohngebieten (Badeweiher I und II, Schützengarten). Beimler erläuterte, dass die Heizanlage im Reha-Zentrum kaputt sei und man dort eine größere Heizung einbauen würde, mit der man die anliegenden Wohngebiete versorgen könnte.

Die Räte schlugen vor, die Betroffenen anzuschreiben und nachzufragen, ob Interesse besteht. Alois Weig fand es wichtig, eine Teilgebietsversammlung einzuberufen, um die Bürger dahingehend aufzuklären. Auch Beimler fand es richtig, eine Bürgerversammlung einzuberufen. Er betonte allerdings, dass die Gemeinde nur die Rahmenbedingungen schaffe, die Betreiberform eines solchen Nahwärmenetzes sei noch offen. Dem stimmten die Markträte einstimmig zu. Zur Anschaffung von zwei Temposys-Anlagen kamen die Räte nach kurzer Diskussion zu keinem Ergebnis. Sieben stimmten für ein Gerät mit, sieben für eins ohne Aufzeichnung. Einig war man sich nur darüber, dass nur ein Gerät angeschafft wird. "Der Punkt kommt im Mai noch einmal auf die Tagesordnung", versicherte Beimler abschließend. (Im Blickpunkt)
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