Marktrat Waldthurn
Unerwartete Mehrkosten

Für den Anbau ans Sportheim benötigt der FSV Waldthurn ein Darlehen. Der Marktrat entschied am Donnerstag über die Übernahme einer Ausfallbürgschaft. Bild: fla
Politik
Waldthurn
26.08.2016
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Erneut war der Abbruch des alten Rathauses Thema in der Marktratssitzung. Dieses Mal ging es jedoch um den Abschluss einer Kostenvereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3.

Für den Abriss des alten Rathauses und des alten Feuerwehrhauses sind 85 000 Euro eingeplant. Rund 54 000 Euro beträgt hier die Fördersumme. Beim Umbau des ehemaligen Bergmannhauses haben sich die voraussichtlichen Kosten auf 317 000 Euro erhöht. Das würde eine Beteiligung der TG von 285 000 Euro bedeuten. Da jedoch der Höchstbetrag bei 200 000 Euro festgelegt ist, stellt die Gemeinde einen weiteren Antrag ans Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) wegen der unerwarteten Mehrkosten.

Private Maßnahme


Ebenfalls ein neuer Antrag wird für den Umbau des "Hauses der Bäuerin" nötig. Das ALE hat hier die Förderung komplett gestrichen, da der Umbau als private Maßnahme behandelt werden muss. Die Kostenbeteiligung der TG für das Nahwärmenetz Schützenhaus, Bauhof, Feuerwehrhaus und Schule beträgt 16 640 Euro (Gesamtkosten 68 000 Euro). Dies sind maximal 40 Prozent der förderfähigen Kosten abzüglich des KfW-Zuschusses.

Aufträge stufenweise


Im Mai 2016 hatte sich das Gremium mit dem Entwurf eines Architektenvertrags mit der Arbeitsgemeinschaft Meißner/Wendl für die Neugestaltung des Umfelds am alten Rathaus beschäftigt. Bürgermeister Josef Beimler erschienen die damaligen anrechenbaren Kosten von 250 000 Euro als zu hoch. Ende Juli hatte Architekt Rudolf Meißner einen neuen Vertragsentwurf vorgelegt und darauf hingewiesen, dass aus fördertechnischen Gründen bei dieser Maßnahme die Leistungsphasen 8 (Objektüberwachung) und 9 (Objektbetreuung und Dokumentation) noch nicht vergeben werden können. Nun soll es eine stufenweise Beauftragung geben.

Außerdem wurde ergänzt, dass das Überwachen der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist als Zeithonorar abgerechnet werden soll. Aufgenommen wurden auch die Kosten für Vermessungsarbeiten in Höhe von pauschal 875 Euro. Da die Kostenschätzung mit vorläufigem Honorarangebot fehlt, beschloss der Rat einstimmig das Einverständnis mit dem neuen Vertragsentwurf.

Auch beim Architektenvertrag mit Meißner für die Baumaßnahmen am "Haus der Bäuerin" können laut ALE die Leistungsphasen 8 und 9 zunächst noch nicht vergeben werden. Auch hier wurde eine stufenweise Beauftragung aufgenommen. Außerdem wies der Planer darauf hin, dass für das geplante Vordach eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Deshalb wurde die Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) im Vergleich zum früheren Entwurf mit 3 Prozent in die Auflistung der erbrachten Leistungen aufgenommen. Das Honorar steigt damit von rund 16 270 Euro auf 16 822 Euro. Hier war das Gremium ebenfalls einstimmig dafür.

Der FSV benötigt für die Finanzierung des Anbaus an das Sportheim ein Darlehen von 15 000 Euro. Die Übernahme einer Ausfallbürgschaft in dieser Höhe war für die Markträte selbstverständlich. Auch gegen den Bauantrag von Matthias Weiß-Zimmermann und Monika Zimmermann, Spielberg 4, auf Errichtung einer Überdachung für Pkw-Stellplätze und Nutzungsänderung der Garage zu einer Werkstatt hatte das Gremium nichts einzuwenden.
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