Neuer Plan wirft Fragen auf
"Hirmersbühl" noch einmal in den Bauausschuss

Das "Haus der Bäuerin", Bahnhofstraße 8, soll saniert werden. Der Marktrat wünscht sich außerdem einen behindertengerechten Zugang zur Arztpraxis, die sich in den Räumen befindet. Bild: fla
Politik
Waldthurn
29.02.2016
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Den neu erstellten Vorschlag von Architekt Jochen Sörgel zum Neubaugebiet "Hirmersbühl" konnten die Markträte so nicht akzeptieren. Der Planentwurf warf viele Fragen auf und regte die Diskussion an.

Der Grund: Sörgel hatte den Plan anders gezeichnet als besprochen - vor allem hatte er die Grenzen des Gemeindegrundstückes nicht beachtet. Der aktuelle Planungsvorschlag ging erst am Tag der Sitzung im Rathaus ein, so dass eine vorherige Überprüfung nicht mehr möglich gewesen war.

Hubert Stahl forderte, so schnell wie möglich eine Bauausschusssitzung einzuberufen und die Planer dazu einzuladen. Der Punkt "Fortführung der Bauleitplanung im Neubaugebiet" wurde einstimmig zurückgestellt und kommt im März erneut auf die Tagesordnung.

Das Landratsamt rät, wegen der schwierigen topografischen Lage im Neubaugebiet "Hirmersbühl" frühzeitig ein Tiefbaubüro einzuschalten. Die Mitarbeiter der KFB Reuth sollten hierzu einen Vorschlag für den unterstützenden Einsatz unterbreiten. Da bis zum Tag der Sitzung kein Vorschlag eingegangen ist, wird auch dieser Punkt verschoben.

Noch keine Erschließung


Infolge der Neubaugebietsausweisung müssen bebaubare Flächen aus dem Flächennutzungsplan im Bereich der Neuenhammerstraße herausgenommen werden. Architekt Sörgel legte hierzu einen Entwurf vor, dem die Markträte einstimmig absegneten. Es handelt sich hier um Flächen, bei denen noch keine Erschließung erfolgt ist.

Bürgermeister Josef Beimler berichtete über die Ergebnisse des Fachstellengespräches zu den Kooperationen im Wasserschutzgebiet. Im Laufe dieses Gespräches wurden auch mehrere Beschlussvorschläge gefasst, die die Markträte in der Sitzung jeweils einstimmig bestätigten. Zum einen legte das Gremium den Deckelungswert des GesamtNmin auf 60,00 kg/ha festgelegt. Die Ausgleichsleistungen gestalten sich wie bisher. Beschlossen wurde die Fortführung der FrühjahrsNmin mit Düngeberatungs-System-Stickstoff (DSN) speziell für Wasserschutzgebiete für alle Fruchtarten außer Grünland und Kleegras - auch bei der Zwischenfrucht-Demoanlage auf den 11 Parzellen ohne Gülleeinsatz.

Außerdem soll keine N-Düngung nach der Hauptfruchternte stattfinden, ausgenommen bei der Folgefrucht Körnerraps. Die Herbstbeprobung 2016 erfolgt in der letzten Oktober Woche des Jahres. Nach Rücksprache mit Georg Bocka wird dieser wieder eine Zwischenfrucht-Demoanlage nach dem Winterweizen anlegen und die Kooperationen werden in gleicher Weise fortgeführt. Hubert Stahl merkte an, dass die Demoanlage bereits im vierten Jahr durchgeführt wird und hatte eine Frage: "Könnte man da die Vielfalt der Zwischenfruchtsaaten nicht etwas einschränken?" Bürgermeister Beimler erklärte, dass das Saatgut von den verschiedenen Firmen gesponsert werde, da ansonsten die relativ kleinen benötigten Mengen zu teuer kämen. Alois Weig befürwortet gerade diese Vielfalt, weil man so die einzelnen Sorten gut nebeneinander vergleichen könne.

Rampe zur Praxis


Das gemeindeeigene Gebäude in der Bahnhofstraße 8 soll saniert werden. Der Bauausschuss hatte außerdem einen behindertengerechten Zugang zur Arztpraxis empfohlen. Die Aufnahme der Maßnahme ins Bauprogramm der Dorferneuerung ist bereits beschlossen worden. Die Rampe mit einer Steigung von 10 Prozent sei wahrscheinlich nicht förderfähig. Dies entspreche nicht dem Standard "barrierefrei".

"Es gäbe noch weitere Möglichkeiten", erklärte Beimler, aber Architekt Rudi Meißner sei derzeit im Urlaub, so dass andere Varianten noch nicht besprochen wurden. Das Gremium fasste dennoch den Beschluss, Barrierefreiheit, Außenfassade, Trockenlegung und Vollwärmeschutz einzureichen. Der Architekt soll die Kosten berechnen, diese an das Amt für Ländliche Entwicklung weitergeben, damit die Fördersumme ermittelt werden kann. Im März werde man diesen Punkt noch einmal auf die Tagesordnung setzen, so Beimler.

Haus herrichten


Für Roman Bauer ist es durchaus entscheidend, ob die Arztpraxis auch in den kommenden Jahren an dieser Stelle erhalten bleibt. "Wenn ja, muss man das Haus herrichten - dann sollte Geld keine große Rolle spielen", meinte Bauer. Keine Einwände gab es gegen die Anträge von Hermine Strunz, Am Badeweiher 16, (Errichtung einer Dachgaube) und Josef und Melanie Schönberger, Haselranken 14, (Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage).
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