Neugestaltung des Waldthurner Freizeitgeländes
Auch Platz für Jugend schaffen

Anhand einer Skizze zeigte Ortsplanerin Anne Wendl die verschiedenen Vorschläge zur Neugestaltung des Freizeitgeländes. Bild: fla
Politik
Waldthurn
21.04.2016
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Die Neugestaltung des Freizeitgeländes ist den Waldthurnern ein Anliegen. Am zweiten Treffen nahmen deutlich mehr Bürger als beim ersten Mal teil.

Karsten Hessing vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) erinnerte an die Zusammenkunft im Januar, nach der eine Wunschliste erstellt worden war. Ortsplanerin Anne Wendl hatte damals den Auftrag bekommen, sich Gedanken zu machen, wie diese Wünsche umzusetzen seien. "Auf diese neuen Erkenntnisse bin ich jetzt gespannt", sprach Hessing so manchem Zuhörer aus der Seele.

Standort für Kiosk


Wendl führte Defizite wie die direkte Anbindung an die Siedlung an. "Zur Diskussion hat uns damals der Kioskstandort angeregt", erinnerte die Planerin. Dieser stand auch bei dem erneuten Treffen im Mittelpunkt. Hier gingen die Meinungen doch auseinander: Von "Der alte Standort passt ja eigentlich" bis "Er muss versetzt werden, damit es für Badegäste angenehmer ist" lauteten die Meinungen. "Eine Grundvoraussetzung ist, dass man Badegäste und Stammgäste des Kiosks trennen müsste", sagte Bürgermeister Josef Beimler. Deshalb würde er die jetzige Anordnung des Kiosks nur "drehen" und ansonsten beim alten Standort bleiben.

Wendl schlug vor, das Gebäude leicht zu versetzen, Duschen und Toiletten in den hinteren Bereich Richtung Hang einzubauen und zusätzlich ein bis zwei Duschen im Gelände zu verteilen. Hans-Peter Reil war für die Variante, den Standort zu wechseln. "Der Kiosk sollte in erster Linie Anlaufstelle für die Badegäste sein", fand er. Der Beauftragte der Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3, Dr. Michael Troidl, war der gleichen Meinung: "Auch im Hinblick auf die geplanten Campingstellplätze sollte man den Standort ändern."

Ortsplanerin Wendl war auch auf diesen Vorschlag vorbereitet. Ein möglicher Standort für den Kiosk wäre die jetzige Lagerfeuerstelle, die dann auf dem alten Kioskplatz neu angelegt werden würde. Uwe Peter vom Reha-Zentrum sprach sich ebenfalls für die zentralere Lage des Kiosks bei einer Versetzung aus. Der Kiosk wäre somit näher bei den Badegästen, die Wege gerade für Kinder etwas kürzer und überschaubarer. Aus dieser regen Diskussion heraus erhielt Wendl den Auftrag, zwei alternative Pläne zu erstellen.

Ein weiterer Punkt der Ortsbegehung war die Nutzung des dritten Tennisplatzes. Laut Aussage des Tennisclubs wird dieser nicht mehr benötigt und könnte in die Neugestaltung einbezogen werden. Auch für diesen Geländebereich wurden schon Vorschläge eingebracht. Einen weiteren, neuen Aspekt erbrachte die Ortsbegehung: Wenn der Weg zwischen Tennisanlage und Badeweihergelände zum Teil verlegt würde, könnte der dritte Platz als Parkfläche dienen. Die jetzigen Stellplätze könnten dem Freizeitgelände hinzugefügt werden.

Weitere Vorschläge für den Badeweiher waren eine Rutsche für Kinder unter Einbeziehung des Geländes, eine Seeterrasse für den Kiosk beziehungsweise ein Steg mit Plattform und einem Spielbereich für kleinere Kinder. Beimler war es nach wie vor wichtig, auch Platz für die Jugend zu schaffen. "Der Lagerfeuerplatz muss auf jeden Fall wieder her", sagte der Rathauschef, "denn auch die Jugendlichen brauchen einen Ort, um sich zu treffen".

Zwei Varianten


Fazit der Bürgerbeteiligung: Planerin Wendl wird zwei Varianten für den Dorferneuerungsplan ausarbeiten. Die endgültige Lösung wird in der Objektplanung durch die TG und den Marktrat entschieden.
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