Projekt des Landesbunds für Vogelschutz
Renaturierung der Luhe läuft an

Der Oberlauf der Luhe ist im Wald sehr zugestellt. Dort herrschen schlechte Lichtverhältnisse, und durch den Nadeleintrag versauert das Gewässer.
Politik
Waldthurn
30.01.2016
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Beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) läuft das Projekt "Lebendige Bäche in Bayern - Kommunaler Hochwasserschutz und biologische Vielfalt". In die Maßnahme soll nun auch die Luhe bei Waldthurn eingebunden werden.

In der Marktratssitzung am Donnerstag im Rathaus stellte Maximilian Sehr vom (LBV) das Projekt vor. "Waldthurn ist ja ein Vorreiter in Sachen Renaturierung. Ein Teilstück der Luhe haben wir ja bereits erfolgreich bearbeitet", sagte Bürgermeister Josef Beimler. Die Kartierung hatte das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) angeregt.

Lösungen finden


"Der LBV ist bereits seit 20 Jahren im Quellschutz tätig und hat bisher auch alle angestrebten Kooperationen erreicht", informierte Sehr. Der LBV erarbeite lediglich Handlungsempfehlungen für die Gemeinden. In 14 Regionen habe es deshalb bereits Vorkartierungen gegeben. Der LBV erstelle auch einen Maßnahmenkatalog und setze sich mit Landeignern, Behörden und dem Bauernverband zusammen, um gemeinsame Lösungen zu finden.

In Waldthurn werde die Kartierung auch nicht flächendeckend durchgeführt, vielmehr würden ausgesuchte Abschnitte der Luhe dafür hergenommen, erläuterte der Vertreter des LBV. Für die Gemeinde entstünden keine Kosten und Verpflichtungen. Bereits vorkartiert sei der Sandbach, sagte Sehr. In Waldthurn gebe es rund 40 Kilometer Gewässer der dritten Ordnung.

Der Oberlauf der Luhe ist im Wald sehr zugestellt. Dort herrschen schlechte Lichtverhältnisse, und durch den Nadeleintrag versauert das Gewässer.Maximilian Sehr vom Landesbund für Vogelschutz

Beimler stellte fest, dass sich der Marktrat bereits einstimmig für die Kooperation mit dem Landesbund ausgesprochen hatte. Nun müssen weitere Gespräche geführt werden. Hubert Stahl wollte wissen, wie die Maßnahmen aussehen könnten. "Der Oberlauf der Luhe ist im Wald sehr zugestellt. Dort herrschen schlechte Lichtverhältnisse, und durch den Nadeleintrag versauert das Gewässer", erläuterte der LBV-Experte. Hier müsste Abhilfe geschaffen werden. Auch die Randstreifenbildung sollte an einigen Stellen in Angriff genommen werden. Es gehe also mehr um den Luhe-Zubringer.

Gemeinde einbinden


Alois Weig monierte, dass die Landwirte in der Vergangenheit schon große Probleme mit dem LBV hatten. "Wenn wir alles vernünftig planen und durchführen, kann es funktionieren. Aber nur so", forderte er. Auch Beimler legte großen Wert darauf, dass die Gemeinde immer mit eingebunden wird. Sehr merkte abschließend an, dass der LBV nichts diktieren könne. "Wir können nur Vorschläge machen." Bezüglich LBV und Bauernverband lenkte er ein: "Man muss aufeinander zugehen und miteinander sprechen, sonst kann es nicht funktionieren."
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