SPD Waldthurn
Marktplatz ein sensibles Thema

Vorsitzender Martin Troidl (links), Stellvertreter Martin Reil (Dritter von rechts) und dritter Bürgermeister Hans-Peter Reil (rechts) ehrten treue SPD-Mitglieder. Bild: fla
Politik
Waldthurn
28.04.2016
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Die Waldthurner SPD hat 29 Mitglieder. "Ein paar mehr wären nicht schlecht", meint Vorsitzender Martin Troidl. In der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus rief er daher dazu auf, die Werbung zu forcieren.

Troidl blickte auf das Vereinsjahr zurück. Am Bürgerfest hatte sich die SPD mit seiner Wurfbude beteiligt. Troidl wünschte sich mehr Bereitschaft der Mitglieder zur Mitarbeit, damit nicht eine oder zwei Personen den ganzen Tag die Bude betreuen müssen.

Schriftführer Hans-Peter Reil berichtete aus der Fraktionsarbeit im Marktrat. Es wurde ein historischer Haushalt verabschiedet. Viele Projekte, vor allem bezüglich der Dorferneuerung, laufen. Heiße Themen sind die Umgestaltungen des Marktplatzes und des Lobkowitz-Schlosses. "Wichtig sind aber auch die Vorplanungen zum Heimatfest 2017", fand Reil.

Bevölkerung ernst nehmen


Er betonte, dass die jetzige zufriedenstellende Situation in der Gemeinde nur durch die gute Zusammenarbeit der Markträte, der drei Bürgermeister und der Fraktionssprechern möglich sei. Viele Großprojekte stünden noch bevor. Hier sei es immer wichtig, die Vorschläge aus der Bevölkerung ernst zu nehmen. Häufig verhinderten aber Gesetzesvorlagen und andere Auflagen die Umsetzung von Plänen.

Kassier Stefan Grünauer berichtete über eine konstante Mitgliederzahl. Auch gebe es kaum Schwankungen im finanziellen Bereich. Den wenigen Einnahmen stehen einige Ausgaben gegenüber. "Wir müssen uns auf jeden Fall Gedanken über andere Einnahmequellen machen", sagte Grünauer, auch im Hinblick auf den Wahlkampf in vier Jahren. Harald Zosel, der mit Julian Reil die Kasse geprüft hatte, bescheinigte beste Buchführung.

Zweiter Vorsitzender Martin Reil hatte einen Vorschlag zur Aufbesserung der Finanzen: "Wir könnten doch ein Straßenfest organisieren." Bei ihm in der Straße vor dem ehemaligen "Kui" wäre Platz, Toiletten vorhanden. "Eine kleine Musikgruppe, gutes Essen und kalte Getränke, dann sollte es funktionieren." Die Teilnehmer sahen das sehr positiv.

Außerdem standen Ehrungen an. Eine Urkunde und silberne Anstecknadel erhielt Stefan Grünauer für 25 Jahre Treue. Urkunden und goldene Anstecknadeln gab es für Rainer Sollfrank und Reinhold Scheck (50 Jahre) . Neue Mitglieder sind Kerstin Duric und Alexander Schmidt.

Eine rege Debatte entspann sich, als Rainer Sollfrank die Umgestaltung des Marktplatzes zum Thema machte. Hier erhitzte vor allem eine mögliche Versetzung des Kriegerdenkmals die Gemüter. Auch die Planungen wegen der Neuordnung der Parkplätze und den Bushaltestellen wurde heftig diskutiert. Grünauer, Troidl und Reil versicherten, dass eine Entscheidung noch nicht getroffen wurde. "Die Vorschläge kamen bisher hauptsächlich von den Planern", betonte Reil. Wichtig sei es allerdings, dass möglichst viele Bürger die Veranstaltungen zu den Planvorstellungen besuchten. Gerade die Umgestaltung des Marktplatzes sei "ein sehr sensibler Bereich". Vieles, das vor Jahren als gut empfunden wurde, passe im Hinblick auf den demografischen Wandel nicht mehr ins Bild. Reil stellte abschließend fest, dass man stolz darauf sein kann, was bisher in Waldthurn gemacht worden ist und "man muss auch offen dafür sein, neue Wege zu gehen".

Busverbindung unzumutbar


Grünauer berichtete, dass besorgte Eltern in angesprochen hätten. "Die Busverbindung am Morgen nach Weiden oder auch nach Neustadt finden viele als unzumutbar." Der Bus ist bereits bei der Ankunft in Waldthurn völlig überfüllt. Auch dass die nach Neustadt fahrenden Schüler bei Zeßmannsrieth umsteigen müssen, finden viele Eltern nicht gut. Reil versprach, dies im Gremium weiterzugeben und weiterzuverfolgen. Anschließend dankte er Kerstin Duric, die nach Grünauers Ausscheiden den Platz im Marktrat übernommen hat.
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