Altar macht Fahrenbergkirche zum Festsaal
Bischof Rudolf Voderholzer: Friedensmadonna blickt nach Osten in die Heimat meiner Mutter

Diözesanbischof Rudolf Voderholzer weihte den neuen Volksaltar in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung auf dem Fahrenberg. Die eindrucksvolle Zeremonie dauerte mit dem Pontifikalamt über zwei Stunden. Bild: fvo
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Waldthurn
13.09.2016
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Fahrenberg. "Diese feierliche und imposante Altarweihe durfte schon mal mehr als zwei Stunden dauern", resümierte ein Wallfahrer am Sonntag auf dem Fahrenberg. Bischof Rudolf Voderholzer leitete die Zeremonie, zu der glühende Kohlen, viel Weihrauch, Chrisam und Reliquien gehören.

Die Trachtenkapelle Waldthurn spielte an der Buchberger Halle einen Willkommensmarsch. Waldthurner Grundschüler hatten trotz Ferien ein Lied einstudiert. Niklas Bergler und Elisabeth Beimler begrüßten den "hohen Besuch aus Regensburg" mit einem Gedicht und übergaben Blumen. Sowohl Pfarrer Marek Baron, Schulleiterin Tanja Willax-Nickl als auch Bürgermeister Josef Beimler strahlten mit der Sonne um die Wette.

In der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung begrüßte Pfarrer Baron den Hauptzelebranten. Dekan Alexander Hösl, Waldthurns ehemaliger Pfarrer Andreas Renner, Kanonikus Konrad Dobmeier, Pfarrer Albert Hölzl und der Regensburger Domvikar Harald Scharf feierten die Pontifikalmesse mit. Neben Diakon Walter Bachhuber vom bischöflichen Seelsorgeamt Regensburg war es auch für den Waldthurner Diakon Janusz Szubartowicz eine Ehre, bei dem Weiheakt mitzuwirken.

"Die Friedensmadonna auf der Wallfahrtskirche blickt nach Osten in die Heimat meiner Mutter", verriet Voderholzer. Durch die Altarweihe werde das Gotteshaus wieder das Haus des barmherzigen Vaters und bekomme wieder eine Mitte. "Dieser Altar wird heute in diese Kirche aufgenommen und macht diese zum Festsaal."

Feuer auf dem Altar


Der Bischof setzte den Behälter mit Reliquien des heiligen Wolfgang, der heiligen Anna Schäffer und der heiligen Aurelia unterhalb des Altartisches in den neuen Volksaltar. Steinmetz Alfred Neumann aus Bad Wörishofen, der den Altar hergestellt hatte, verschloss das Reliquiengrab.

Voderholzer besprengte den Altar mit Weihwasser, salbte die gesamte Oberfläche sehr ausgiebig mit Chrisam und entzündete an der Osterkerze die vier Kerzen mit Weihrauch an den Altarecken. Auf eine Schale in der Mitte des Altars mit glühenden Kohlen legte Voderholzer ebenfalls Weihrauch. Nach der Zeremonie räumten die drei Waldthurner Pfarreimesnerinnen Maria Glatter, Elisabeth Käs und Sieglinde Ertl professionell die Kerzen- und Weihrauchreste ab, säuberten den neuen Mittelpunkt und platzierten Altartuch, Kerzen sowie Blumenschmuck.

Der Kirchenchor Waldthurn umrahmte mit dem Orchester die festliche Pontifikalmesse mit der "Greimhartinger Messe" unter der Leitung von Josef Müllner und Georg Schmidbauer an der Orgel.

Magnet für die Gläubigen


Kirchenpfleger Max Kick sprach über die Bedeutung des Fahrenbergs als "Magnet für die Gläubigen der nördlichen Oberpfalz". Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann dankte der Bevölkerung für das finanzielle Engagement.
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