Belebung des Energiekonzepts: Referent stellt Genossenschaftslösungen vor
Zügel selbst in der Hand

Derzeit boomt die Bildung von Genossenschaften zur Betreibung von Nahwärmenetzen.
Vermischtes
Waldthurn
30.04.2016
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Zur Belebung des Energiekonzepts trafen sich Interessenten im Lobkowitzschloss. Architekt Rudolf Meißner begrüßte zu dieser etwas kurzfristig eingeladenen Zusammenkunft Max Riedl vom Genossenschaftsverband Bayern. Dieser berichtete von der überwachenden und beratenden Aufgabe des Verbands.

Ähnliche Zielsetzung


"Nach den Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung haben die Mitglieder die Zügel selbst in der Hand", machte Riedl deutlich. Auch die Wertschöpfung gehe nicht an irgendwelche Investoren, sondern bleibe in der Region. Ob sich nun Genossenschaften wie beispielsweise bei Dorfläden, im Gesundheitswesen oder auch im Energiebereich bilden, die Zielsetzung sei meist ähnlich.

"Derzeit boomt allerdings die Bildung von Genossenschaften zur Betreibung von Nahwärmenetzen." Speziell im Bereich der Infrastruktur zur Energieversorgung sei laut Riedl auch in Waldthurn Ausbaupotential vorhanden. Das von der Technischen Hochschule Deggendorf erarbeitete Energiekonzept stehe vor der Umsetzung. Wie stellvertretender Bürgermeister Hans-Peter Reil anmerkte, sei die Gemeinde sehr daran interessiert, Vorhaben zu unterstützen und auch die kommunalen Liegenschaften einzuplanen.

Marktrat Alois Weig ergänzte, dass das Reha-Zentrum Oberpfalz eine Möglichkeit schaffen will, umliegende Häuser mit Energie zu versorgen. Auch hier sei die Rechtsform der Genossenschaft vorteilhaft. Heinrich Weig aus Albersrieth meinte als alter Hase auf diesem Gebiet, dass NANO als Energie- und Nahversorgungsgenossenschaft im Bereich Albersrieth Siedlung bereits seit Jahren reibungslos funktioniere.

Erfahrungen abfragen


Eben diese Zusammensetzung aus verschiedenen beruflichen Richtungen sei die beste Mischung, um Genossenschaften zu gründen. So könne man auf kurzem Wege die Erfahrungen abfragen und in die Diskussion einfließen lassen.

Dass sich Handwerker, Bauern, Bänker, Ingenieure, Steuerfachleute und Hauseigentümer bei einer Genossenschaft einbringen wollen, sah Riedl als beste Voraussetzung. "Es müssen Versammlungen abgehalten werden, zu denen jedermann eingeladen wird, um das Interesse der Bürger für die Zukunftsplanung zu fördern." Hierzu sollten Fachreferenten eingeladen werden. Speziell der auf Betreiben des Landtags gegründete Verein "Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk" wäre eine interessante Anlaufstelle.
Derzeit boomt die Bildung von Genossenschaften zur Betreibung von Nahwärmenetzen.Max Riedl vom Genossenschaftsverband Bayern
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