Bikergottesdienst auf dem Fahrenberg
Motorräder bevölkern heiligen Berg

350 Motorad- und Rollerfahrer kamen auf den Fahrenberg. Pfarrer Albert Hölzl segnete alle Fahrzeuge nach dem Gottesdienst. Bild: fvo
Vermischtes
Waldthurn
16.08.2016
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Fahrenberg . Die zwölf Minuten der Predigt hatten es in sich: "Der Pfarrer brachte viele der Bikergottesdienst-Besucher wieder ein kleines Stückerl näher zum Herrgott", resümierte "Moonrider"-Motorradclubchef Marcus "Luky" Lukas am Sonntag auf dem Fahrenberg. Die Gläubigen applaudierten spontan. Lukas erinnerte an die an einer heimtückischen Krankheit verstorbenen "Spezln" Marco Bergmann aus Waldthurn und Rainer Stahl aus Albersrieth.

350 Motorräder, Roller und Motorradgespanne bevölkerten das Areal rund um die Wallfahrtskirche. Bis aus Hamburg waren die Biker angereist. Pfarrer Albert Hölzl aus Tiefenbach hielt den Gottesdienst, bei dem Lederkombis, Helme und Motorradhosenträger zum Sonntagsdress zählten. Völlig überrascht war Lukas, als Hölzl ihn zur Predigt vor den Altar holte und mit ihm ein lockeres Gespräch über das Motorradfahren führte.

Sie sprachen über die Gefahren beim Bikefahren, und dass ein Unfall jeden treffen könne. "Was ist das Besondere beim Motorradfahren?", fragte der Geistliche. "Es fasziniert, wenn man das Vibrieren des Bikes spürt und alles zu kribbeln anfängt", schwärmte Lukas. Man müsse sich aber der Gefahren bewusst sein. "Wenn der Wind um die Ohren weht, vergisst du die Probleme des Alltags. Bis die hinterherkommen, bist du mit dem Bike schon weg", meinte der "Moonrider", dem Hölzl während des Predigtgesprächs seinen Arm um die Schulter gelegt hatte.

Es gebe laut Hölzl vieles, was man beim Motoradfahren, befolgen sollte: Nicht ohne Helm, nicht ohne Vorsicht, mit viel Spaß, mit entsprechender Kleidung und nicht ohne den Blick auf die eigenen Fähigkeiten losfahren. "Fahrt nicht ohne das Bewusstsein, dass Gott alles in der Hand hat", sagte der Geistliche bei schönstem Wetter. Man könne Gott nicht abschütteln, er sei immer da und trotzdem müsse man einen eigenen klaren Blick für seine Wege haben.

Nach dem Gottesdienst, den die Gruppe "Exit" musikalisch gestaltete, segnete der Pfarrer die Motorräder.
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