Bunter Festzug zum Gründungsjubiläum der Feuerwehr
Spielberg platzt aus allen Nähten

Der Festgottesdienst zum Feuerwehrjubiläum in Spielberg wurde im Freien gefeiert.
Vermischtes
Waldthurn
19.07.2016
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Rudi Meier beteiligte sich mit seinem Traktor an dem Festzug durch Spielberg.

"Spielberg hat einen Hang zum Feiern", meint ein Feuerwehrmann am Sonntag und hatte damit nur teilweise Recht. Denn nicht nur der kleine Ort an der Grenze zum Flosser Land feierte das 125-jährige Feuerwehrjubiläum.

Spielberg. Die ganze Region war auf den Beinen, um mit den Spielbergern das Gründungsjubiläum zu bejubeln. Der Höhepunkt war am Sonntag der Festzug. Schon bei der Anfahrt bildeten sich lange Autoschlangen, was vermuten ließ, dass der 90-Seelen-Ort aus allen Nähten platzen würde. 82 Gruppen und 3 Musikkapellen gaben dem Festzug ein farbenprächtiges Aussehen. Immer wieder brandete begeisterter Beifall der über 2000 Zuschauer entlang der Zugstrecke auf.

Auch viele Menschen aus dem Flosser Land wollten die Spielberger Wehr bejubeln. Der Zug startete bei der Festbraut und aus Richtung Wampenhof zur Ortsmitte zum Gasthaus "Wilhelm". Dort bogen die musikalischen Begleiter die Trachtenkapelle Waldthurn, Blaskapelle Waldkirch und Jugendblaskapelle Roggenstein zum Ortsausgang Floß ab und wendeten am Ortsausgang.

Die Festkinder und Festdamen setzten Farbtupfer gleich am Anfang des Zuges. Es ging durch den Ort hinauf zur Festwiese beim Wirtsheiner. Auch die Festdamen des 100-jährigen Jubiläums mit der damaligen Festbraut Lydia Windisch (geborene Prößl) waren dabei und überreichten später im Festzelt einen Feuerkorb an die Jubelwehr. Ernst Weig aus Frankenrieth chauffierte in seinem Mercedes 170 die Ehrenmitglieder Josef Schwab, Georg Meckl und Karl Greiner. Im tschechischen Praga des Woppenriethers Christoph Ertl nahmen Josef Völkl und Friedrich Hofmann Platz.

Festdamen zuhauf


Dieter Malzer steuerte die "Waldthurner Flader", eine Feuerwehrspritze aus dem Jahr 1932, angezogen von seinem Schlüter aus dem Jahr 1951 durch den Ort. Rudi Meier zog mit seinem Eicher einen Festwagen mit dem Waldthurner Schloss hinter sich her. Die hübschen Festdamen der 800-Jahrfeier im nächsten Jahr waren dahinter zu bestaunen. Viele gut gelaunte Gruppen sowie der einzige Schnupftuchclub der Welt, der Schalob aus Obertresenfeld/Albersrieth, die Flosser Landwehr oder auch die Flosser Waldbauern waren dabei. Nicht zuletzt die Patenvereine der Feuerwehr Waldthurn und der Spielberger aus Waldmünchen machten die Veranstaltungen zu einem fröhlichen Fest der Extraklasse. "Bei solch treuen Paten konnte eigentlich wenig schiefgehen", sagte Festleiter Schwab. Einen kleinen, aber einfallsreichen Wermutstropfen stellte die Tatsache dar, dass die Waldthurner Wehr um Vorsitzenden Andreas Troidl die Festbraut ins Flosser Land zum Wirt nach Würzelbrunn verschleppte. Festleiter Matthias Schmid fand sie schließlich recht schnell, versprach eine Brotzeit und so zogen alle friedlich wieder auf den Festplatz in Spielberg ein.

Exzellente Schirmherren


"Haben der Landrat und ich nicht hervorragende Schirmherrenarbeit geleistet?", freute sich Bürgermeister Josef Beimler über das herrliche Wetter. Der Zug endete am Festzelt. Davor bildeten die Festdamen und -kinder ein Spalier, durch das die Gruppen in das Zelt zogen. Großer Beifall brandete auf, als die Patenvereine an der Reihe waren. Die Fahnenträger durften dann unter der musikalischen Begleitung der Trachtenkapelle Waldthurn ihre Fahnen schwingen. Lokalmatador Sebastian Schwab stellte sein Können unter Beweis.

Bis tief in die Nacht bewiesen die Waldthurner Musiker unter Leitung von Cornelia Kraus, warum sie mit Conferencier Hans-Peter Reil in der Region so gefragt sind.

FestgottesdienstDer Festsonntag anlässlich des 125-jährigen Gründungsjubiläums der Feuerwehr Spielberg hätte nicht besser starten können. Nachdem am frühen Morgen der Jubelverein und die "Paten" der Feuerwehr Waldthurn bei der Festbraut Christina Bodensteiner zum Frühstück eingeladen waren, marschierte der Zug angeführt von der Blaskapelle Waldkirch zum Dorfplatz an der Dorfkapelle St. Wendelin.

Die Verantwortlichen hatten vor dem Gotteshaus eine Bilderbuchkulisse geschaffen. Pfarrer Marek Baron zelebrierte mit Diakon Janusz Szubartowicz den Gottesdienst. "Es ist schön, dass wir diesen festlichen Tag an diesem schönen Ort mit der Feier der Eucharistie krönen", sagte Baron. Mareike Prößl und Theresa Völkl sprachen die Lesungen, weitere Festdamen trugen die Fürbitten vor. "Die Feuerwehr steht für das Gute", sagte Baron in seiner Predigt. Der Grundsatz der Spielberger Wehr "Alle für einen - einer für Alle" sei einer der tiefsten Gedanken des Christentums. Der Dienst am Menschen sei gelebte Nächstenliebe.

Festbraut Bodensteiner heftete das vom Pfarrer gesegnete Fahnenband an die von Sebastian Schwab getragene Feuerwehrfahne. Nach diesem Höhepunkt stand einem unterhaltsamen Frühschoppen mit den Waldkirchner Musikern nichts mehr im Wege. An die beiden Schirmherren Landrat Andreas Meier und Bürgermeister Josef Beimler übergab das Festleitertrio Josef Schwab, Matthias Schmid und Anna Stangl zum Dank ein Aquarell - einen "echten Globisch". (fvo)
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