Ehemaliger Vohenstraußer Pfarrer Franz Winklmann spricht über „Papst Franziskus – eine Kirche ...
Seelsorge braucht neue Ausrichtung

Der ehemalige Vohenstraußer Pfarrer Franz Winklmann nahm im Albersriether Dorftreff kein Blatt vor den Mund. Bild: fvo
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Waldthurn
13.06.2016
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"Ich weiß nicht, was Sie sich unter einer Kirche im Aufbruch vorstellen", sagte der ehemalige Vohenstraußer Pfarrer Franz Winklmann im Albersriether Dorftreff. Der Geistliche war auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) und des Katholischen Landvolks (KLB) nach Albersrieth gekommen, um seine Gedanken zum Thema "Papst Franziskus - eine Kirche im Aufbruch" vorzustellen.

Tacheles geredet


Der Geistliche redete Tacheles. Er erinnerte an Bibelstellen aus dem alten und neuen Testament, in denen es oft um das Thema Aufbruch ging. Das ganze Wirken Jesu sein ein Aufbruch. "Nicht die Beachtung der Gesetze rettet die Menschen, sondern der Glaube. Was Papst Franziskus in seinen Apostolischen Schreiben und der Enzyklika alles sagt, da hebt es einem vom Stuhl weg", meinte Winklmann begeistert. Dabei lade der Heilige Vater ein, sich mehr mit der Heiligen Schrift zu beschäftigen. "Wir sollten auf andere zugehen und nicht losgehen."

Durch die "PIA-Priester" (polnische, indische und afrikanische Geistliche) werde die Seelsorge nicht gerettet. Diese brauche eine neue Ausrichtung, sie müsse expansiv werden, und alle müssten anpacken. Man dürfe Dinge einfach nicht so belassen, wie sie sind. Die Laien seien die Mehrheit des Gottesvolkes. Demgegenüber stehe die Minderheit der geweihten Amtsträger. Die Laien hörten zu stark auf den übertriebenen Klerikalismus der Pfarrer." Papst Franziskus habe den Kardinälen nicht die Füße gewaschen, sondern den Kopf.

"Traut euch"


"Wir wissen nicht, was wir in der Kirche noch erleben werden, trotzdem sollten wir nicht hoffnungslos und ohne Mut sein. Traut euch, kommt auf neue Ideen und setzt sie auch gegen den Widerstand des übertriebenen Klerikalismus durch. Dann sind wir auf dem richtigen Weg in eine Kirche mit Zukunft", beendete der Sprecher seine Ausführungen.
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