Erzähl- und Zuhörabend der Landvolk-Familiengruppe
Was Gott zum Lachen bringt

Erzählen und Zuhören waren beim Landvolk-Abend im Albersriether Dorftreff angesagt. Dazwischen durften die Kinder zur Schneeballschlacht immer wieder ins Freie. Bild: fvo
Vermischtes
Waldthurn
18.01.2016
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Die KLB-Mitglieder sind überzeugt, dass Gott verborgen da ist - in kleinen, großen und alltäglichen Lebenserfahrungen. Beim Erzähl- und Zuhörabend im Albersriether Dorftreff war das deutlich zu spüren.

Albersrieth. Zum Familiensonntag am Sonntag hatte sich die Landvolk-Familiengruppe bereits am Samstagabend etwas Besonderes einfallen lassen: Einen Erzähl- und Zuhörabend im Dorftreff. Zuvor feierte Pfarrer Marek Baron eine vom Landvolk gestaltete Messe, die der Jugendchor "Amicanti" unter Leitung von Monika Stahl begleitete.

Familienleben als Fest


Das von Kerstin Wallmeyer begleitete Kinder-Predigtspiel führte hin, was und wie man dazu beitragen kann, damit das Familienleben ein Fest wird. Dazu gossen die Beteiligten in sechs vorbereitete Krüge mit Wasser symbolisch Liebe, Rücksicht, Freude, Geduld, die Bereitschaft zur Vergebung und Treue.

Im Anschluss war im Dorftreff der Abend zur KLB-Kampagne "Land.Leben.Glauben - Glaube erzählt" anberaumt. Dabei durfte jeder nach Herzenslust erzählen oder auch nur zuhören, egal ob es sich um christliche oder weltliche Themen handelte. Viel Anstoß brauchte es nicht und es sprudelte aus allen Beteiligten nur so heraus. Beim "Erzähl' doch mal!" standen unvergessliche Begebenheiten, ein Wort mit dem die Seele tief angerührt wurde, ein Zuspruch, ein wichtiger Moment, ein besonderer Ort oder eine kostbare Begegnung im Fokus.

So war für die eine Teilnehmerin die Ministrantenwallfahrt und der Papstbesuch 2006 in Rom ein ergreifendes Ereignis und für die andere der sonntägliche Familienspaziergang mit dem Hund ein außergewöhnlicher Moment, der eine Art Familienzusammenführung und für sie etwas Besonderes sei. Ein Familienvater hatte sich nach seiner Erzählung in Sardinien mit seinen beiden Kindern verlaufen. Nach Stunden des Herumirrens stellte er im Gedanken an Jesus die Forderung, dass er nun dran sei zu helfen. Nach genau 10 Minuten trafen sie auf eine deutsche Familie, die ihnen zu trinken gab und den Weg zeigte.

Aus seinem "Erzählkoffer" formulierte Vorstandsmitglied Josef Beer aus Denkenreuth Fragen, und jeder durfte antworten oder auch nicht. Aufgeregt diskutierten die Teilnehmer, was Gott zum Lachen oder auch zum Weinen bringe. Auch das Tischgebet kam zur Sprache: "Lieber Gott segne flott. Amen", lautet das schnelle Gebet bei Fertiggerichten. "Habt ihr eigentlich einen Bezug zum Namenspatron?", wollte Beer wissen. Er habe einen klasse Namen. Josef heiße "Gott mag vermehren" und sein Nachname "Beer" sei das englische Wort für Bier. So hatte er die Lacher in der lockeren Runde auf seiner Seite.

Lebhaft und kurzweilig


So stellten die Teilnehmer fest, dass das Leben viel zu kurz für ein langes Gesicht und das Gesundheitsdenken teilweise eine Ersatzreligion sei. Fragen über die wichtigsten kirchlichen Festzeiten, worüber sich der Einzelne besonders freue und ab welchem Alter die Firmung richtig sei waren ebenso interessant, wie die "wichtigsten Orte" der Einzelnen. "Das war heute ein unerwartet lebhafter und äußerst kurzweiliger Erzählabend", stellte Silvia Stahl abschließend fest.
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