Fahrenberger Rosenkranzweg vor 60 Jahren entstanden
Beten für den Frieden

Bild (fvo) Wallfahrtskirche Fahrenberg mit der nach Osten blickenden Friedensmadonna am First
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Waldthurn
10.10.2016
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Die weltpolitische Situation war während des Kalten Kriegs vor über 60 Jahren sehr angespannt. Daher entstand auf dem Fahrenberg der Gedanke, dem Gebet für den Frieden Ausdruck zu verleihen.

Dem Regensburger Erzbischof Michael Buchberger schien damals der heilige Berg der Oberpfalz wegen der historischen und geografischen Lage dazu ausersehen, die Friedensbotschaft der Gottesmutter in Fatima, "Betet den Rosenkranz, dann kommt der Frieden", ins Land diesseits des Eisernen Vorhangs zu tragen und zu verwirklichen. Am 13. Oktober 1956, dem 39. Jahrestag der letzten Erscheinung in Fatima, weihte er den Fahrenberger Rosenkranzweg und die Friedensmadonna auf dem Ostgiebel der Wallfahrtskirche. "Die Verehrung der Königin des Friedens soll nicht verschwinden und verblassen, sondern festgehalten werden durch eine Art lebendigen Rosenkranz", sagte der Erzbischof damals.

Statue blickt nach Osten


So wurde der Rosenkranzweg mit den 15 Geheimnissen in 3 offenen Kapellen, 10 Bildstöcken, einer steinernen Kreuzigungsgruppe geschaffen, der als 15. Station die Dreifaltigkeitskapelle einbezieht. Dort, wo Pilger von Waldthurn kommend den Wald betreten, beginnt der Gebetsweg. Die Friedensmadonna auf dem First der Wallfahrtskirche, eine etwa 3,50 Meter hohe Statue blickt nach Osten zu der ehemals trennenden Grenze, um damit zu symbolisieren, dass diese bis weit in die Tschechei hinein sichtbare Stelle die Weltbotschaft von Fatima auch im atheistischen Gebiet jenseits des Eisernen Vorhangs Gehör finden soll. Friedensmadonna und Rosenkranzweg sollten damals dazu beitragen, den "Wall starken Glaubens" als "Schutz des Vaterlandes" am Eisernen Vorhang weiter auszubauen.

So entwickelte sich der Fahrenberg zu einer Stätte des Gebets für den Frieden in der Welt. Den Stellenwert der Fahrenberger Wallfahrt hat der glühende Fahrenberg-Freund Pfarrer Joseph Greil 2004 in folgende Verse gekleidet: "Zwei damals zerstrittene Welten versuchen heute, sich zu vertragen, dazu haben sicher all die Pilger mit beigetragen, die, auf den Lippen das Friedensgebet, in Prozessionen hinauf zogen den Rosenkranzweg. Wie Maria es hat in Fatima versprochen, wurde die Macht des Kommunismus gebrochen. Doch schauen wir heutzutage hinein in unsere Welt, sieht man, an vielen Orten ist es immer noch schlecht um den Frieden bestellt. Im Großen wie im Kleinen tut weiterhin Gottes und Marias Hilfe Not, drum führt die Prozession des Gebetes um den Frieden fort."

Friedenswallfahrten


Die Pfarrei Waldthurn hält ährlich zwei Friedenswallfahrten. Am Donnerstag, 13. Oktober, ist um 18.30 Uhr Rosenkranzgebet für den Frieden. Um 19 Uhr beginnt der Gottesdienst.
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