Feuerwehr Spielberg feiert 125-jähriges Bestehen
Richtige Typen

Ehrenkommandant Albert Völkl (rechts) und Ehrenvorsitzender Josef Beimler freuen sich schon auf das Fest zum 125-jährigen Bestehen. Bild: fvo
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Waldthurn
13.07.2016
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Die Feuerwehr Spielberg ist in der Endphase ihrer Vorbereitungen zum großen Fest des 125-jährigen Bestehens von 15. bis 17. Juli. Im Vorfeld präsentieren die Brandschützer zwei verdiente Wehrmänner.

Spielberg. "Der dienstälteste Kommandant in ganz Bayern geht nach 34 Jahren von der Kommandobrücke", erklärte 2009 Kreisbrandmeister Gerhard Gösl bei der Verabschiedung des jetzigen Ehrenkommandanten Albert Völkl. In der Marktgemeinde, aber auch im Flosser Land ist Völkl unter seinem Namen vielen gänzlich unbekannt. Wer aber vom "Schmied Albert" spricht, weiß, dass es sich hierbei um einen richtigen Typen mit viel Gemeinsinn handelt.

Er dirigierte als Kommandant die Aktiven mit viel Umsicht und hielt die Fäden in den oft "öligen Schmiedhänden". Das Spielberger Urgestein war in seiner aktiven Zeit Garant für Zusammenhalt, gute Ausbildung und ist auch heute noch ein gefragter Mann. Er gibt noch immer gerne seinen unermesslichen Wissensschatz an seine Feuerwehrkameraden weiter. Unter seiner Führung schufen die Floriansjünger 2008 die neue Tragkraftspritze an.

23 Jahre Vorsitzender


Ein weiterer verdienter Feuerwehrmann ist Ehrenvorsitzender Josef Beimler, der Bürgermeister von Waldthurn und Schirmherr des Festes. Beimler war von 1980 bis 2003 insgesamt 23 Jahre Vorsitzender der Spielberger Wehr.

Unter der Leitung des "Gursn Sepp" hat man das 100- und 110-jährige Jubiläum gefeiert, und das Feuerwehrhaus neu gebaut. Eine Selbstverständlichkeit ist es für den Woppenriether, neben Landrat Andreas Meier die Ehrenschirmherrschaft für das große Jubiläum seiner "Spielberger" zu übernehmen.

Wer nicht zur Übung kommt, der zahltDas erste Beschlussbuch beginnt mit folgendem Bericht über die Gründung der Feuerwehr Spielberg: Spielberg, den 13. Dezember 1891, Breitschaft (Schulverweser), Meckl (Bürgermeister) Die Gründungsmitglieder waren: Josef Meckl, Josef Stahl, Josef Reil, Lorenz Beer, Johann Greiner, Josef Gollwitzer, Simon Grötsch, Johann Lang, Michael Lukas, Johann Blödt, Johann Puff, Josef Grötsch, Josef Völkl, Johann Völkl, Karl Grötsch, Adam Feiler, Jakob Riedl, Johann Einweg, Paul Gmeiner, Johann Feiler, Gregor Kunz, Bartl Lukas, Leonhard Schwab, Ludwit Lotter, Franz-Josef Käs, Franz Völkl, Josef Leipold, Josef Gmeiner, Josef Lotter, Adam Klier, Johann Bäumler, Martin Gollwitzer und Josef Schmitt.

Die Aufnahmegebühr wurde auf 1 Mark und der jährliche Beitrag auf 1 Mark und 20 Pfennig festgesetzt. Schon in den ersten Jahren nach der Gründung der Feuerwehr erachtete man die Teilnahme an den Übungen für besonders wichtig. Wer ohne Entschuldigung fehlte, hatte beim ersten Mal 20 Pfennig, beim zweiten Mal 40 Pfennig und beim dritten Mal 60 Pfennig Strafe zu zahlen.

Bei weiteren Fehlen sollten härte Maßnahmen folgen. So wurde 1893 erstmals wegen unehrenhaften und groben Benehmen gegen Vorgesetzte ein Mitglied aus der Feuerwehr ausgeschlossen. Über die Identität dieser Person schweigen die Bücher.

Während des Zweiten Weltkriegs ruhte die Vereinstätigkeit weitgehend. Die Mitglieder mussten fast alle einrücken, die Sicherstellung des Brandschutzes sollte jedoch gewährleistet bleiben. Franz Gollwitzer junior erklärte sich bereit, mit den Frauen des Orts Brandschutzübungen abzuhalten, um im Ernstfall gerüstet zu sein.

1948 trat die Feuerwehr erstmals wieder in Erscheinung. Die erste Versammlung nach dem Krieg fand am 23. Januar 1949 statt, wobei das Gedenken an die Gefallenen im Vordergrund stand. Zum Vorsitzenden wählten die Mitglieder Lehrer Konrad Schiedeck. Das Amt des Kassiers/Schriftführer übernahm Johann Schmaderer. Kommandant wurde Andreas Käs und Zeugwart war Franz Gollwitzer. (fvo)
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