Feuerwehr Waldthurn freut sich über neues Fahrzeug
Tag der Freude in Waldthurn

Diakon Janusz Szubartowicz übernahm die feierliche Segnung des neuen Fahrzeugs SW 2000 KatS. Bild: fla
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Waldthurn
06.09.2016
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Drei Waldthurner Feuerwehrmänner machten sich am 6. April mit dem Zug auf den Weg nach Bonn, um ein neues Fahrzeug in die Gemeinde zu bringen. "Es ist endlich soweit. Der Schlauchwagen wird gesegnet", freute sich Kommandant Michael Bäumler am Samstagabend.

"Es ist schon verrückt, wie schnell wir einen nagelneuen SW 2000 KatS vom Bund bekommen haben", wunderte sich Bäumler noch immer. Am 9. März kam der Anruf von Kreisbrandrat Richard Meier. Einen Tag später gab es bereits ein Treffen mit Bürgermeister Josef Beimler.

Auch der Gemeinderat und der Verwaltungsrat der Feuerwehr wurden einberufen, galt es doch zu entscheiden, ob man das Fahrzeug annehmen kann oder nicht. "Am Ende vieler Gespräche stand fest, dass wir den Schlauchwagen nehmen", fasste Bäumler die Geschehnisse der vergagenen Monate zusammen.

In einem langen Festzug marschierten die Mitglieder der Waldthurner Wehr und vieler befreundeter Wehren, allen voran der Patenverein aus Neustadt und die "Patenkinder" aus Vohenstrauß, Roggenstein, Waldkirch, Spielberg, Lennesrieth und Bernrieth, unter den Klängen der Trachtenkapelle Waldthurn zum Gerätehaus. Vorsitzender Andreas Troidl begrüßte alle, die zur Segnung des neuen Schlauchwagens gekommen waren. Besonders freute er sich über das Kommen einer Abordnung aus der Partnerstadt Hostau.

Anschließend segnete Diakon Janusz Szubartowicz den Wagen: "Segnen ist eine Aufgabe der Kirche - Gott ist allein der Segen alles Guten." Der Geistliche erbat auch den Schutz des heiligen Florian für Fahrzeuge, Gebäude und Männer und Frauen, die den Dienst am Nächsten selbstlos verrichten. Jugendsprecherin Anna-Marie Holfelner trug die Lesung vor.

Zweite Vorsitzende Kerstin Wittmann übernahm die Aufgabe der Ministranten und assistierte Szubartowicz. Zum Abschluss intonierte die Trachtenkapelle die Bayernhymne und die Nationalhymne. Stellvertretender Landrat Albert Nickl gratulierte zum neuen Fahrzeug. "Der heutige Tag ist ein guter Tag. Seit vielen Jahren haben wir auf ein Fahrzeug vom Bund für den östlichen Raum gewartet", erklärte der Politiker.

Ein Dankeschön ging an die Waldthurner Wehr für die Übernahme des SW 2000 KatS: "Damit ist eine große Aufgabe verbunden. Katastrophen, welcher Art auch immer, können auch uns treffen. Wichtig ist es dann, Kameraden zu haben, die diese Aufgaben übernehmen. Für den Bürgermeister ist es besonders erfreulich, wenn die Kosten ein anderer, in diesem Fall der Bund, übernimmt."

Schlüssel übergeben


Rathauschef Beimler sprach über viele Höhen und Tiefen, die er bereits erlebt hat. "Den heutigen Tag verzeichne ich allerdings als Highlight", freute er sich. Der Feuerschutz sei eine kommunale Pflichtaufgabe und die Kommune daher zuständig für Fahrzeuge und Gebäude, führte Beimler weiter aus. "Natürlich ist es sehr willkommen, wenn man ein Fahrzeug umsonst bekommt." Mit einem Dankeschön an die Waldthurner Feuerwehrkameraden übergab er den Schlüssel offiziell an Kommandant Bäumler.

Kreisbrandrat Richard Meier stellte fest, dass jeder das Fahrzeug gerne genommen hätte. Man habe sich schon viele Gedanken um den Standort gemacht - alles musste passen. "Aber man muss auch bedenken, dass der SW 2000 jederzeit auch europaweit zum Einsatz kommen kann." Darum bedankte er sich einmal mehr bei den Waldthurnern, die sich dieser Aufgabe stellen. "Das Fahrzeug ist zwar kostenlos, aber die Arbeit müssen die Kameraden erledigen", stellte er fest.

Abschließend bedankte sich Vorsitzender Troidl bei allen, die diesen Festakt und die Feier möglich gemacht hatten. Besonders hob er Bernd Bodensteiner hervor, der für die Beschriftung des Fahrzeugs verantwortlich zeichnete. Beim gemütlichen Teil des Abends spielten die "Mittelberg Musikanten" zünftig auf.

Der heutige Tag ist ein guter Tag. Seit vielen Jahren haben wir auf ein Fahrzeug vom Bund für den östlichen Raum gewartet.Stellvertretender Landrat Albert Nickl
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