Gelebte__Nächstenliebe
Gerlinde Müller bekommt Verdienstkreuz am Bande für Pflege ihrer Tochter

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (rechts) verlieh das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland samt Urkunde an Gerlinde Müller. Bild: Gert Krautbauer
Vermischtes
Waldthurn
16.04.2016
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München/Waldthurn. Höchste Anerkennung zollte Sozialministerin Emilia Müller der Waldthurnerin Gerlinde Müller , als sie der dreifachen Mutter in München das Verdienstkreuz am Bande aushändigte."Seit über drei Jahrzehnten kümmern Sie sich rund um die Uhr liebevoll um Ihre Tochter." Diese Ehrung für besondere Verdienste um pflegebedürftige Menschen werde nach den Worten von Ministerin Müller für diesen von christlicher Nächstenliebe geprägten Einsatz vom Bundespräsidenten verliehen. Darüber freute sich beim Festakt auch Waldthurns Bürgermeister Josef Beimler .

Von der Geburt im Jahr 1985 an ist Gerlinde Müllers Tochter Tanja auf Hilfe angewiesen. Sie leidet "Spina Bifida" (offener Rücken). Die ständige Fürsorge für ihre behinderte Tochter ist für Gerlinde Müller, deren Mann Hans 2009 verstarb, selbstverständlich. Unzählige Fahrten zur Hauptschule nach Vohenstrauß, zur Wirtschaftsschule und später zur Berufsschule nach Weiden, wo die Tochter Bürokauffrau lernte, begleiteten die Preisträgerin in den vergangenen Jahrzehnten. Dabei musste sie bis zu vier Mal am Tag in die jeweilige Bildungseinrichtung, um ihre an den Rollstuhl gebundene Tochter zu betreuen.

Seit zwei Jahren kann Tanja zu ihrem Arbeitsplatz nach Waidhaus selbst mit dem Auto fahren. Trotzdem muss sie weiter intensiv betreut werden. Zusätzlich engagiert sich Mutter Gerlinde im Pfarrgemeinderat St. Sebastian als Schriftführerin. "Der Glaube hat mich immer hochgehalten - im Hintergrund steht immer der Herrgott."
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