Gemeindeverbund Neustadt/WN tagt in Waldthurn
„Verbund eine gute Sache“

Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft mit den ausgeschiedenen Mitgliedern. Hinten von links: Bernhard Schonat (ALE), Wolfgang Haberberger (Neustadt am Kulm), Anton Kappl (Leuchtenberg), Georg Braunreuther (ALE), Boris Damzog, Lorenz Enslein, Willi Perzl (ALE), Günter Stich (Floß), Jürgen Kürzinger (Kirchenthumbach) und Josef Beimler (Waldthurn), sitzend von links: Johann Walbrunn (Pleystein), Marianne Rauh (Theisseil), Margit Kirzinger (Waidhaus) und Markus Ludwig (Störnstein). Bilder: fla (2)
Vermischtes
Waldthurn
30.01.2016
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Boris Damzog, Johann Walbrunn und Lorenz Enslein (von links) erhielten als ausgeschiedene Vorstandmitglieder zum Abschied Urkunden.

Für die Bürgermeister ist der Gemeindeverbund nicht nur zusätzliche Arbeit. In der jüngsten Sitzung in Waldthurn wurde dies deutlich. Einige Vorstandsmitglieder betonten bei ihrem Abschied, wie wichtig diese Gemeinschaft ist.

Zur Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft (TG) des Gemeindeverbundes Neustadt/WN begrüßte der Vorsitzende, Technischer Amtsrat Bernhard Schonath, die Mitglieder dieses Mal im neuen Waldthurner Rathaus. Unter den Anwesenden befanden sich auch die Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE), der leitende Baudirektor Willi Perzl und Baudirektor Georg Braunreuther (stellvertretender Vorsitzender der TG).

Einige Baumaßnahmen


Zunächst berichtete der Vorsitzende über das Baugeschehen der TG im Jahr 2015. Hier ging es um die Gemeindeverbindungsstraße Kirchenthumbach-Asbach. Die Kostenschätzung belief sich auf 199 000 Euro. Das Submissionsergebnis (Firma Markgraf GmbH&Co.KG, Bayreuth) betrug 148 000 Euro - dies entsprach auch den tatsächlichen Kosten. Die Maßnahme wurde 2015 abgeschlossen. Außerdem verwies Schonath auf die aktuelle Finanz- und Fördermittelsituation mit Gesamtausgaben in Höhe von 7,3 Millionen Euro. Davon entfallen auf Flurordnung 7,1 Millionen Euro, Dorferneuerung 114 000 Euro und Landzwischenerwerb 99 000 Euro. Die Gesamteinnahmen belaufen sich auf 7,3 Millionen Euro (unter anderem: Zuschüsse Flurneuordnung: 5,7 Millionen, Kostenbeteiligungen Dritter Flur 800 000 Euro, Eigenleistung TG 642 000 Euro, Zuschüsse Dorferneuerung 73 000 Euro). Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben sind fehlende Zuschüsse und noch nicht eingegangene Eigenleistungen bei aktuellen Maßnahmen.

"Vor 13 Jahren war der Gemeindeverbund Neustadt/WN eine Neuheit", begann Willi Perzl (ALE) seine Ansprache zur Verabschiedung verdienter Mitglieder. Eine weitere Besonderheit: In den Vorstand der TG sind nur Bürgermeister gewählt worden. "Ihr seid nicht im Vorstand Kraft eures Amtes - nein, ihr wurdet extra dafür gewählt", betonte Perzl.

Der leitende Baudirektor des ALE übernahm auch die Verabschiedung der Vorstandsmitglieder und Stellvertreter, die sich wegen Ausscheidens aus dem Bürgermeisteramt nicht mehr zur Wiederwahl gestellt hatten. Er dankte den Bürgermeistern a. D. Johann Walbrunn und Boris Damzog für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit und überreichte jeweils eine Urkunde und die goldene Ehrennadel "Ländliche Entwicklung in Bayern". Bürgermeister a. D. Lorenz Enslein, der bereits die Staatsmedaille erhalten hatte, verabschiedete er ebenfalls mit einer Urkunde.

Geschätzte Auszeichnung


"Die Ehrennadel ist etwas Besonderes", betonte Perzl mit einem Augenzwinkern. Zwar sichere der Materialwert die Rente nicht, aber sie wird nur äußerst selten vergeben - in der Oberpfalz erhielten in den letzten Jahren nur rund 15 Personen diese Auszeichnung.

Schonath überreichte jedem "Ausscheider" noch ein Buchpräsent. Der Waldthurner Bürgermeister Josef Beimler stellte fest, dass er als einziger der "Alten" im neuen Vorstand vertreten ist. "Die Arbeit hat bisher immer großen Spaß gemacht", merkte er dazu an. Auch Enslein war überzeugt: "Der Gemeindeverbund ist eine gute Sache - manches hätte ohne ihn nicht durchgeführt werden können."
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