Generalversammlung der Trachtenkapelle Waldthurn
Für Musik den Stecker ziehen

Seit 40 Jahren kann die Trachtenkapelle Waldthurn auf den Einsatz von Posaunist Johann Fröhlich (Zweiter von links) zählen. Dafür überreichten ihm die Verantwortlichen eine Urkunde. Bild: fla
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Waldthurn
25.11.2016
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In der Generalversammlung der Trachtenkapelle Waldthurn (TKW) begrüßt Vorsitzender Thomas Bergmann "ganz besondere Gäste". Einer von ihnen gibt für kommendes Jahr ein Versprechen ab.

(fla) Im Rückblick berichtete Bergmann über rund 35 Auftritte. Höhepunkte seien das Patenbitten bei Fürst von Lobkowicz, das Feuerwehrfest in Spielberg sowie die Fernsehaufnahmen mit dem OTV für das Heimatfest gewesen. Besonders dankte er Dirigentin Conny Kraus. In den zwei Jahren unter ihrer Leitung gehe es musikalisch voran, und die Kapelle habe sich auch außerhalb Waldthurns einen Namen gemacht. Die Akteure würden intensiv und diszipliniert proben. Auch neue Stücke würden immer wieder ins Repertoire aufgenommen.

Kraus lobte die Musikanten vor allem für das Feuerwehrfest in Spielberg: "Der Sonntag hatte es schon in sich. Er war lange und anstrengend." Bei den Fernsehaufnahmen habe sie zunächst auch nicht genau gewusst, was auf sie zukomme, aber mit dem tollen Publikum habe alles gut funktioniert.

Stephan Striegl ließ das Jahr des "Waldthurner Blechhaufens" Revue passieren. 40 Proben und zahlreiche Auftritte standen im Kalender. Ob Standkonzerte, Polterabende oder andere Feste, der "Blechhaufen" habe alle Auftritte ordentlich gemeistert. "Ein Höhepunkt war natürlich die Verleihung des Staatspreises in München, zu der wir das musikalische Rahmenprogramm lieferten." Er dankte seinem Mitstreiter Josef Pflaum senior, der sich um die gesamte Technik gekümmert hatte. Über die "Youngsters", die Monika Stahl leitet, gab es nicht so viel zu berichten. Durch die "schwankende Personaldecke" werde zwar geprobt, aber größere Auftritte gebe es hier noch nicht.

Kassier Josef Pflaum senior berichtete über einen soliden Kassenbestand. Zwar gab es im laufenden Jahr auch größere Ausgabenposten, aber die Kasse weise dennoch einen zufriedenstellenden Bestand auf. Bürgermeister Josef Beimler stellte fest, dass ein Leben ohne Musik ein Irrtum wäre. Er dankte allen für ihre Begleitung bei traurigen und fröhlichen Ereignissen. Als Rathauschef könne er stolz auf solche Musikkapellen sein.

Gemeinsam klingt es gut


Der Vizepräsidenten des Nordbayerischen Musikbunds, Bezirksvorsitzender Gerhard Engel, betonte, dass es wichtig sei, den Bezug zur Basis nicht zu verlieren. "Das geht nur im persönlichen Gespräch. Deshalb nehme ich immer wieder die Gelegenheit wahr und besuche die Musikvereine." Er lobte vor allem die jungen Musikanten für ihren Einsatz für die Blasmusik.

Engel bedauerte, dass er keine Zuschüsse im Gepäck habe, aber er versprach, bei seinem nächsten Besuch Gutscheine für Notenmaterial mitzubringen. Es freue ihn, "dass es im Verein gut läuft." Das sei beileibe nicht überall so. Sein wichtigster Wunsch war der "Zusammenhalt, denn nur gemeinsam klingt es gut". Die Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbunds, Gisela Weß, nahm mittlerweile zum dritten Mal an der TKW-Generalversammlung teil. Sie wünscht der Kapelle weiterhin viele "Bierzeltauftritte", denn "in ein Bierzelt gehört eine Blaskapelle und keine Steckdosen-Musik".

Unverzichtbare StützeDie Trachtenkapelle zeichnete in der Versammlung auch einen verdienten Musiker aus. Johann Fröhlich erhielt die goldene Ehrennadel für 40 Jahre Musizieren. "Ursprünglich spielte er Tenorhorn", berichtete Vorsitzender Thomas Bergmann. Seit vielen Jahren sitzt Fröhlich nun aber als Posaunist in den Reihen der Musikanten. Bergmann bezeichnete ihn als unverzichtbare Stütze im Verein. (fla)


In ein Bierzelt gehört eine Blaskapelle und keine Steckdosen-Musik.Gisela Weß, Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbunds,
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