Kommunale Verdiensturkunde für zwei Waldthurner
„Vorbild für unsere Jugend“

Bild (fvo) Hans-Peter Reil (sitzend Dritter von links) mit seiner Frau Evi und Tochter Hannah und Uli Völkl (sitzend Vierter von rechts) mit seiner Frau Christine und den beiden Töchtern Lisa und Kathrin
Vermischtes
Waldthurn
26.11.2016
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Mit einem Festakt im Rathaus mit Eintrag in das Goldene Buch würdigt der Markt Waldthurn die Auszeichnung für Uli Völkl und Hans-Peter Reil mit der kommunalen Verdiensturkunde durch den Innenminister. Dabei glänzt einer mit Fremdsprachenkenntnissen.

(fvo) Allein, dass die Ansprachen für die tschechischen Gäste simultan übersetzt wurden, unterstrich das internationale Flair der Veranstaltung. "Ehrenamtliche und kommunale Ehrenämter sind selten mit Dank und Anerkennung verbunden", sagte Laudator Bürgermeister Josef Beimler.

Für den selbstlosen Einsatz, der oft auch mit Anfeindungen und Ärger begleitet wird, habe der Innenminister die Leistungen von Völkl und Reil ausgezeichnet. Die äußerst positive Entwicklung in Waldthurn sei den beiden Geehrten mit zu verdanken: "Durch euren Sachverstand, Weitblick, Engagement und Entscheidungsfreude war es erst möglich, die Marktgemeinde voranzubringen, wobei ihr Vorbild für unsere Jugend seid." Beimler beglückwünschte die beiden Männer zu der hohen Auszeichnung und dankte auch den Familien für ihr oft "grenzenloses Verständnis".

Motor der Partnerschaft


Bevor sich Völkl, der beruflich als Dienstgruppenleiter bei der Polizeiinspektion Fahndung (PIF) in Waidhaus Verantwortung trägt, in das Goldene Buch eintrug, informierte Beimler über das Engagement des Kommunalpolitikers. Von 1996 bis 2014 war er als Fraktionssprecher der CWU im Marktrat vertreten und fungierte im Bauausschuss und in der Schulverbandsversammlung. Seit acht Jahren ist Völkl Partnerschaftsbeauftragter der Gemeinde für die tschechische Partnerstadt Hostau. "Ohne dich wäre diese Partnerschaft nicht das was sie ist. Du bist der Motor und füllst sie mit Leben", schwärmte Beimler.

Völkl dankte seinen tschechischen Freunden, Hostaus Bürgermeister Miroslav Rauch, dessen Verwaltungsleiter Vladimir Felix sowie den Stadträten Vazlav Wonobik und Stadträtin Michaela Kodadova, die gleichzeitig als Dolmetscherin fungierte, für die freundschaftliche Zusammenarbeit. "Meine Auszeichnung ist gleichzeitig auch eine für euch, da ihr für das Gelingen mitverantwortlich seid", sagte Völkl in deren Landessprache. Rauch meinte, dass er und seine tschechischen Mitarbeiter sehr stolz seien, an dieser Veranstaltung auch als Freunde dabei sein zu dürfen.

Seit 20 Jahren ist Reil im Marktrat vertreten und leitete teilweise als zweiter (2008 bis 2014) und als dritter Bürgermeister (2002 bis 2008 sowie seit 2014) die Geschicke der Kommune. Der selbstständige Handelsvertreter arbeitet in vielerlei Ausschüssen. "Die Zusammenarbeit hier in Waldthurn ist sensationell", ergriff Reil das Wort. 1995 habe man ihn an einem "verrückten Sonntag" zum SPD-Ortsvorsitzenden gewählt, wobei er nicht bedacht habe, dass im Jahr darauf die Marktratswahlen sind.

Negative Phase


Reil erwähnte auch die etwas negativen Phasen seiner Marktratstätigkeit, in der es nicht immer harmonisch zuging. "Der Wähler hat sich entschieden, wir haben uns zu fügen", zitierte er die unvergesslichen Worte seines Parteifreunds Hans Sollfrank, die ihn über diese schwere Zeit brachten. Seit vielen Jahren herrsche aber zwischen den Fraktionen Freundschaft sowie eine konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit. "Gemeinsam haben wir Waldthurn vorangebracht und die SPD ist in der Bevölkerung anerkannt." Nicht die Person sondern die Sache stehe im Mittelpunkt.
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