Landfrauen im Waldhturner Land wählen Vertreterinnen
Hilde Beimler neue Ortsbäuerin

Die neugewählte Ortsbäuerin ist Hilde Beimler (rechts) und ihre Stellvertreterin Agnes Meckl (links). Als Beisitzer fungieren Rita Schmid (ab Zweite von links), Anna Grünauer und Gabi Ertl. Nicht im Bild ist die Beisitzerin Gertraud Götz. Bild: fla
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Waldthurn
12.11.2016
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Auch bei den Landfrauen des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) im Waldthurner Land machen sich die rückläufigen Zahlen der Landwirte bemerkbar. Dies zeigte sich bei den Wahlen der Ortsbäuerinnen.

Da zeitgleich andere Veranstaltungen stattfanden, ließen sich im Vorfeld einige Landfrauen entschuldigen. So kam es, dass sich am Donnerstag im Gasthaus Bergler nur eine überschaubare Anzahl von Mitgliedern zum Vortrag von Annelie Lindner und den anschließenden Wahlen der Ortsbäuerinnen einfand.

Dialog mit Verbraucher


Eigentlich wollte Lindner über das Thema "Landfrauenarbeit im BBV" referieren. Daraus entwickelte sich allerdings eine Diskussion, an der sich die Anwesenden lebhaft beteiligten. Vom Milchpreis bis hin zu niederländischen Schweinemästern, die Großbetriebe in Deutschland planen, spannte sich der Bogen. Lindner merkte dazu an: "Die Ortsbäuerin ist bei allen Themen wichtig für den Dialog mit dem Verbraucher." Milch und Butter werden wieder teurer, und viele meinen, der Landwirt verdiene dadurch auch viel - aber "bis die Preiserhöhung bei uns ankommt, dauert es sehr, sehr lang", monierten die Bäuerinnen. Das Image der Landwirte sei in Deutschland nicht so bedeutend, wie in anderen Ländern, stellte auch Lindner fest. Zu den Großbetrieben merkte sie an, dass hier auch die Gemeinden und Landratsämter gefordert seien: "Letztendlich entscheiden diese, ob ein Betrieb gebaut werden darf."

"Wichtig ist, dass wir von unten sagen, was nicht in Ordnung ist", forderte Lindner auf. "Und das bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Wir sind unsere eigene Lobby." Und weiter: "Wenn sich die Bäuerinnen nicht selbst zu Wort meldeten, wer solle es dann tun?", stellte Lindner die Frage in den Raum.

Karten neu gemischt


Bei der anschließenden Wahl der Ortsbäuerinnen wurden die Karten komplett neu gemischt. Die vier Ortsverbände (OV) Waldthurn, Bernrieth, Spielberg und Lennesrieth einigten sich darauf, nur noch eine Ortsbäuerin, eine Stellvertreterin und vier Beisitzer zu wählen. Zur Ortsbäuerin wurde einstimmig Hilde Beimler (Woppenrieth, OV Spielberg) gewählt. Ihre Stellvertreterin ist die Spielbergerin Agnes Meckl. Als Beisitzer wurden Gertraud Götz (OV Lennesrieth), Anna Grünauer (OV Waldthurn), Gabi Ertl (Woppenrieth, OV Spielberg) und Rita Schmid (OV Spielberg) bestimmt.

Abschließend ermutigte Lindner die Bäuerinnen: "Es ist immer wichtig, Themen, die einem auf der Seele brennen, anzusprechen. Kochabende, Frühstücken und Ähnliches seien gut und schön, aber die Diskussion ist wichtiger."
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