Michael Steiner überrascht Gesellschafter bei Versammlung in Waldthurn
Gänsbürgerladen zieht in Sparkasse um

Der Gänsbürgerladen kommt in der Bevölkerung ausgezeichnet an. Die Resonanz spiegelt sich bei der Gesellschafter/Mitgliederversammlung wider, bei der Wolfgang Gröll (stehend) die Zahlen für die ersten sieben Monate auf den Tisch legte. Bild: fla
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Waldthurn
05.07.2016
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Allein schon die stattliche Zahl von fast 80 anwesenden Gesellschaftern zeigt die große Akzeptanz, die der Marktladen in Waldthurn und im Umland erfährt. Geschäftsführer Michael Steiner eröffnete die erste Versammlung der Marktladen UG (haftungsbeschränkt).

Berater Wolfgang Gröll, der das Dorfladen-Netzwerk betreut, freute sich ebenfalls über die großartige Resonanz. Er erklärte, dass die eher pessimistischen Berechnungen in der Planungsphase nicht den heutigen Tatsachen entsprechen. So wurde 2015, nach der Eröffnung im Oktober, bereits ein Umsatz von rund 80 000 Euro erreicht, wobei durch die Investitionskosten in der Startphase ein Minus von nur rund 7200 Euro erwirtschaftet wurde.

Auch die Zusammensetzung des Sortiments musste sich erfahrungsgemäß einpendeln. Die gute, konstante Entwicklung im Frühjahr 2016 mit einem Rohertrag von 23 Prozent bietet mittlerweile sechs teilzeit- und geringfügig beschäftigten Frauen ein Einkommen. Vor allem die Findung des richtigen Sortiments erweise sich nun als Kundenmagnet. Frische, selbstkreierte Leckereien aus der Kühltheke, vom Brotaufstrich bis zum Salat, heben einen Dorfladen von einem Discounter ab. Auch ein Beispiel im Preisvergleich zwischen "Klein gegen Groß" lieferte Siegpunkte für den Marktladen, der regionale Produkte anpreist. Sollte sich der Trend im Jahr 2016 fortsetzen, lautet die Prognose für den Umsatz 375 000 Euro. In der turnusgemäßen Wahl wurden Max Kick, Thomas Troidl und Gerhard Kirsch per Akklamation in den Gesellschafterrat gewählt.

Situation weiter optimieren


Steiner gab bekannt, dass er das Sparkassengebäude gekauft hat und es für den Marktladen zur Verfügung stellt. Er sehe das Gebäude, das gut in Schuss ist und mehr Raum sowie eine zentralere Lage für den Marktladen biete, als Chance, die Situation zu optimieren ,erläuterte Steiner.

Auf Anfrage aus der Gesellschafterversammlung über die Möglichkeit eines "In-sich-Geschäfts" stellte Steiner klar, dass der Gesellschafterrat die Variante abgesegnet hat. Auch Gröll bestätigte einen sauberen Ablauf des Verfahrens und fügte hinzu, dass er die weitere Entwicklung der Verträge überwachen werde. Es war seit Anfang der Planungen klar, dass die jetzige Örtlichkeit ein Kompromiss sei. So wurden immer wieder die Fühler nach optimaleren Liegenschaften ausgestreckt, aber leider wurden keine möglichen Ladenflächen konkretisiert. Steiner bekräftigte seinen Standpunkt, er wolle sich nicht bereichern. Der Mietpreis bleibt gleich, lediglich die 30 Quadratmeter an Mehrfläche würden nach einem Umzug zu Buche schlagen. Auch die Kosten von Umbau und Renovierung würde er tragen.

Der Marktladen kann die alten Räumlichkeiten verlassen und ohne weiteren Aufwand die neue Fläche nutzen. Die Lage, die Parkmöglichkeiten sowie die Ebenerdigkeit wären jedenfalls für den Gänsbürgerladen von Vorteil. Über den zeitlichen Ablauf legte sich Steiner nicht fest.

Bürgermeister Josef Beimler teilte die Freude über die sehr gut laufende UG. Er dankte dem Beirat für die ehrenamtlichen Arbeiten und dem sehr aktiven Personal. Beimler hob vor allem das Herzblut zum Wohle der Gemeinde hervor. Gröll hob die Bürger heraus, die den Laden fleißig nutzt. Abschließend hob er das extreme ehrenamtliche Engagement von Geschäftsführerin Petra Reil hervor, die den Laden aktiv im Griff hat.
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