Neue Freizeitanlage in Lennesrieth
„Platz der Begegnung“

Pfarrer Marek Baron (vorne, rechts) segnete die neue Freizeitanlage in Lennesrieth. Bild: fvo
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Waldthurn
25.07.2016
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"Unsere geliebtes Lennesrieth, die Perle der Oberpfalz, ist durch diese Freizeitanlage noch ein Stück schöner geworden", sagte Dorfsprecher Werner Ertl. Bei der Segnung des neugestalteten alten Schulgartens waren alle Beteiligten vom Ergebnis sehr begeistert.

Lennesrieth. "Es gibt immer welche, die etwas zu kritisieren haben. Bei dieser Anlage ist dies ausdrücklich nicht der Fall, und ich danke den Ortsplanern", meinte Ertl am Freitag weiter.

Voll des Lobes war der Ortssprecher aber auch für die Markträte und Bürgermeister Josef Beimler. "Ohne den Sepp wären wir heute nicht da, hätten wir den Umbau des alten Schulgartens in eine moderne Freizeitanlage nicht realisiert." Begonnen habe alles mit der Bitte an das Gremium um Unterstützung bei der Erneuerung des Schulgartenzauns. "Der Gartenzaun ist das Wenigste, da machen wir einen neuen Spielplatz", war Beimlers spontane Antwort. In Tschechien habe man ein Spielgerät mit kleiner Rutsche und Hängebrücke organisiert. "Oben ist ein Drachenkopf, er schaut immer Richtung Waldthurner Rathaus."

Bauhof als Antreiber


Einen besonderen Verdienst am Projekt habe aber auch der Bauhof mit Leiter Max Müller und dessen Vorgänger Josef Feiler. Die Holzbaufirma Riedl sowie Metalltechnik Stubenrauch aus Waldthurn haben Pfosten, Tore und Torschließer installiert. Die Baufirma Holfelder aus Brünst erledigte die Pflasterarbeiten. Werner Pankotsch habe spontan das von den Lennesriethern selbst bezahlte Glasdach für den Pavillon besorgt und montiert.

Beimler erwähnte ausdrücklich den Bauhof als "Hauptantreiber" des Werks. "Durch den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft in Kombination mit dem Amt für ländliche Entwicklung, den beteiligten Firmen und dem Bauhof konnte diese Projekt geschaffen werden."

Mit dem Spruch "An Gottes Segen ist alles gelegen" leitete der Rathauschef zu Pfarrer Marek Baron über, der die Anlage mit ihren Spielgeräten, Pavillon, Zufahrt und Fußballplatz einweihte. Alle, die sich hier aufhalten werden, stellte er unter den Schutz Gottes und der Fürsprache Mariens. "Möge Gott hier auf diesem Platz der Begegnung viel Freude schenken." Die Lennesriether Mesnerin Sieglinde Ertl sowie "Freitzeitanlagen-Nachbarin" und Ministrantin Christina Götz assistierten.

Ortsplanerin Anna Wendl von Landimpuls, Regenstauf, sprach auch für den beteiligten Waldthurner Architekten Rudolf Meißner. Viele Erwachsene hätten zu diesem alten Schulgarten eine intensive Beziehung, spielten hier als Kinder Fußball, schaukelten oder trafen hier ihre ersten Liebschaften. "Viele tragen ein Stück Gefühl von Lennesrieth mit sich." Hier gebe es eine gute Verknüpfung zwischen Spielmöglichkeit und Dorftreff für alle Altersgruppen. "Das war ein reines Gemeinschaftswerk, wir durften einen kleinen Beitrag beisteuern."

"Waldthurner Weg"


Georg Braunreuther, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft vom Tirschenreuther Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), meinte, dass es sich um eine Dialogplanung - den "Waldthurner Weg" - handle. "Experten beraten und Bürger bringen Ideen ein." Der Baufortschritt habe oft die Planung überholt. Die Lennesriether fackelten nicht lange, packten sofort an, das mache Spaß. Diese Anlage sei ein weiterer Mosaikstein, die Attraktivität der Marktgemeinde zu steigern.

Die vorbildlichen Lennesriether hätten über 300 Stunden Eigenleistung eingebracht. Die Kosten betrugen 55 000 Euro, das ALE förderte das Vorhaben mit 62 Prozent (34 100 Euro). Die Restkosten übernahm die Marktkasse. Alexander Riedl sprach für die beteiligten Firmen von einer gelungenen Maßnahme. "Auch ich habe als kleiner Bub schon hier Fußball gespielt."
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