Neugestaltung des Freizeitgeländes
Beim Badeweiher Bürger ins Boot holen

Ortsplanerin Anne Wendl. Bild: fla
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Waldthurn
27.01.2016
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Die Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3 hat sich als nächstes Projekt die Neugestaltung des Freizeitgeländes am Badeweiher vorgenommen. Architekt Rudolf Meißner weiß, dass jeder Waldthurner das Areal kennt. Der TG und den Planern ist es aber wichtig, die Bürger mit einzubeziehen. Zu einer Arbeitskreissitzung waren daher auch einige interessierte Anwohner ins Reha-Zentrum gekommen.

Vorschläge konkretisieren


"Vorrangig gilt es natürlich, das Areal in den Geltungsbereich mit aufzunehmen", sagte Meißner. Pauschale Vorschläge wären ja bereits vorhanden, jetzt gehe es darum, diese zu konkretisieren. Auch dürfe man den Aspekt des Freizeitgeländes im Winter nicht außer Acht lassen.

"Mich stört beispielsweise schon immer die fehlende Bepflanzung zur Straßenseite", merkte der Architekt an. Darum sollten auch unter anderem die Bepflanzung verbessert, Kiosk und Sanitäranlagen erneuert und eine Flachwasserzone angelegt werden. Auf Grundlage der Bürgerbeteiligung sollen weitere Anregungen mit aufgenommen werden. Karsten Heßing vom Amt für Ländliche Entwicklung erklärte dazu, wie wichtig es ist, die Anregungen der Bürger mitaufzunehmen. "Auch Ideen, die hinterher kommen, werden auf jeden Fall berücksichtigt."

Ortsplanerin Anne Wendl stellte wichtige Fragen in den Raum, wie: "Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? Kommen auch Besucher aus der Umgebung? Reichen die Parkplätze?" Auch die Rahmenbedingungen wie Wasserqualität, Besitzverhältnisse des Geländes oder die Zusammenarbeit mit dem direkten Nachbarn, dem Tennisclub, müssen beachtet werden. Hier beruhigte stellvertretender Bürgermeister Roman Bauer: "Das Wasser passt. Es wird regelmäßig kontrolliert und das Gelände gehört der Gemeinde." Es gebe zwar manchmal Meldungen bezüglich Camper, aber im Großen und Ganzen "funktioniert es auch mit dem Nachbarn". Hier brachte eine Zuhörerin an, den landwirtschaftlichen Verkehr ebenfalls mit zu berücksichtigen, falls die Zufahrten verändert würden.

Möglichkeiten schaffen


Verschiedene Vorschläge kamen dann von den Teilnehmern: So könnten Stellplätze für Wohnwagen geschaffen oder der Standort des Kiosks verändert werden. Auch Extra-Toiletten und Duschen wurden angeregt. Meißner erklärte dazu: "Es müssen Möglichkeiten geschaffen und die Aufenthaltsqualität sichergestellt werden, damit sich verschiedene Gruppierungen einfinden und wohlfühlen können. Aber: Alles steht und fällt mit ordentlichen sanitären Anlagen."

Hans-Peter Reil fand es außerordentlich schade, dass kein Vertreter des Tennisclubs anwesend war. "Ein Gespräch mit dem Verein ist enorm wichtig, gerade wenn Stellplätze für Wohnwagen geschaffen werden sollen oder im Hinblick auf Camping-Gäste."

Debatte über Kiosk


Eine rege Diskussion entwickelte sich im Hinblick auf den Kiosk. Soll er stehen bleiben, wo er ist? Kann man ihn an anderer Stelle neu aufbauen oder wäre die Lösung eine ganz andere? Hier meldete sich auch der jetzige Betreiber, Christoph Kres, zu Wort. Er merkte an, dass er es gerne so belassen würde, wie bisher. Reil setzte hier auf die Wünsche der Bevölkerung, die man dazu auf jeden Fall befragen müsse.

Ein weiterer Punkt für die Umfeldgestaltung wäre auch eine Ausweitung des Freizeitangebots. Hierzu liegt der Gemeinde bereits eine Liste der Badeweiherfreunde vor, merkte Bürgermeister Josef Beimler an. Ganz wichtig erachten die Planer auch die fußläufige Erschließung des gesamten Geländes. Ein weiterer Vorschlag zur Gestaltung galt der Schaffung mehrerer Sitzgelegenheiten und Tische. Die Planer werden nun alles in einer Skizze festhalten und der TG vorlegen. Erst dann wird der endgültige Plan erstellt werden.

Wendl fasste alles noch einmal zusammen und versprach, auf keinen Fall die Wunschliste zu vergessen. Bauer dankte für die fruchtbare Diskussion mit vielen Vorschlägen zum Freizeitgelände, das, neben dem Marktplatz, natürlich ein wichtiges Thema in der Dorferneuerung sei. "Wir müssen sinnvoll planen und natürlich auch viel Geld dafür in die Hand nehmen."

Anregungen und Ideen


Sobald das Wetter es zulässt, ist eine Ortsbegehung vorgesehen. "Hoffentlich kommen dann ein paar Leute mehr", wünschte sich Bauer. Marktrat Hubert Stahl interessierte sich noch für den zeitlichen Rahmen. Hier erwiderte Heßing, dass zunächst der genaue Plan benötigt wird, aber bestimmt noch eineinhalb Jahre vergehen werden. "Es gibt einfach Abläufe, die ihre Zeit brauchen. In diesem Jahr geht es mit Sicherheit nicht mehr los", sagte er. Abschließend informierte Beimler, dass die Bürger Anregungen und Ideen nach wie vor bei der Gemeinde sowie den Ortsplanern Meißner und Wendl melden können.
Alles steht und fällt mit ordentlichen sanitären Anlagen.Architekt Rudolf Meißner
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