Patrozinum in Lennesrieth
Menschen in Bewegung bringen

Der Kirchenzug an Jakobi war wieder ein besonders erhebender Anblick für die Gläubigen, die zum Patrozinium der Filialkirche nach Lennesrieth gekommen waren. Bild: fvo
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Waldthurn
26.07.2016
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Das Patrozinium der Filialkirche St. Jakobus in Lennesrieth ist alle Jahre ein Ereignis, das niemand missen möchte. Der Vormittag stand ganz im Zeichen der kirchlichen Feier.

Lennesrieth. Ein beeindruckendes Bild bot der Kirchenzug, an geführt von der Trachtenkapelle Waldthurn, Landjugend, Frauenbund, den Feuerwehren Lennesrieth und Spielberg, den "Tell"-Schützen Spielberg und den "Bayerntreu"-Schützen. Pfarrer Marek Baron sowie Diakon Janusz Szubartowicz zogen mit den Vereinen, Gläubigen, Bürgermeistern und Markträten ins Gotteshaus ein. Die Lesung sprach der Kommandant der Lennesriether Feuerwehr, Georg Wittmann.

Halt auf Lebensreise


"Mögen sie Meeresfrüchte?", fragte der Geistliche in seiner Predigt und gestand, dass er kein besonders großer Freund dieser Speisen sei. Die Jakobsmuschel sei nach dem Heiligen benannt und habe einen festen Platz, sei ein Pilgerzeichen in der Kulturgeschichte. "Die Muschel wurde als Schöpf- und Trinkgefäß auf den Weg nach Santiago de Compostella benutzt." Die Muschel stehe für das Pilgern zu Gott. Jakob wolle die Menschen in Bewegung bringen zu Gott. Als Patron der Pilger werde der Heilige mit einem Pilgerstab dargestellt. "Dieser Pilgerstab gibt uns Halt auf unserer Lebensreise." Im Rucksack des Lebens könne man Glaube und Hoffnung mit der Trinkmuschel vergleichen.

Ein Jakobifrühschoppen mit der Trachtenkapelle Waldthurn schloss sich beim Schützenhaus an. Neben der Musik gab es vorzügliche Unterhaltung, und einige Männer inklusive Dorfsprecher Werner Ertl klopften einen Schafkopf. Am Nachmittag sorgten dann einmal mehr der Haf-Kare und Andreas Augustin mit ihrer Musik aus den 1970er Jahren für Stimmung.

Reißenden Absatz fanden die von den Dorffrauen gebackenen 32 Brote, die riesigen Zwiebelkuchen, Schmierkuchen und Schnittlauchbrote. Obwohl die 88-jährige ehemalige "Dorfbäckerin" Maria Klos sich nicht direkt an der Arbeit am Fest beteiligte, ließ sie es sich nicht nehmen, in der heimischen Küche den Schnittlauch für sämtliche Brote zu schneiden.

Hilfe aus Aserbaidschan


Elnora Aliyeva, eine in Waldthurn wohnende Aserbaidschanerin, unterstützte Lisl Kleber, Sieglinde Ertl und Marianne Pausch bei der Arbeit am alten Holzofen am Veithof. Nicht zu vergessen die Dorfjugend, die den Service am Fest engagiert übernahm.
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