Philippinischer Pfarrer spricht in Waldthurn
Gnade nicht verloren

Pfarrer Joseph Guevarra (rechts) spricht über die Katholische Kirche und die Kleinen Christlichen Gemeinschaften. Dominik Abel (links) übersetzt die Ausführungen des Geistlichen und die Fragen der Zuhörer. Bild: bey
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Waldthurn
08.10.2016
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Die Katholische Kirche setzt auf den Philippinen auf sogenannte "Kleine Kirchliche Gemeinschaften". Damit will sie vermehrt Menschen ansprechen und in die kirchliche Arbeit einbinden. Unterstützung erfährt sie dabei vom päpstlichen Missionswerk "Misseo". Pfarrer Joseph Guevarra stellte am Mittwochabend im Pfarrheim die Aufgaben der Kleinen Christlichen Gemeinschaften vor.

Auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung war der Geistliche ins Waldthurner Pfarrheim gekommen. Peter Schönberger, Vorsitzender der Einrichtung, sagte vor rund 40 Zuhörern, dass sich das Missionieren längst gewandelt habe. Mittlerweile könnten sich auch die Europäer von den Geistlichen aus anderen Ländern, wie beispielsweise die Philippinen, Tipps holen. Der Pfarrer stellte seine Heimat vor, in der im Jahr 2001 das Pastoralzentrum Bukal ng Tipan gegründet wurde, in dem er in verantwortlicher Position tätig ist. In seinem Referat, das Dominik Abel übersetzte, stellte Guevarra immer wieder die enge Verbindung des christlichen Glaubens bei der Bewältigung der schlimmen Ereignisse um den Tsunami im Jahr 2004 heraus. Damals hätten die Menschen alles verloren, nur nicht die Gnade Gottes, sagte der philippinische Geistliche.

Gerade aus dieser Erfahrung heraus seien damals die Kleinen christlichen Gemeinschaften gestärkt worden. Diese heben laut Joseph Guevarra die Würde eines jeden Menschen hervor und achten diese. Es gehöre aber auch seitens des Pastoral-Instituts, in dem er tätig ist, dazu, den Menschen nahe zu bringen, Aufgaben in der Gemeinschaft zu übernehmen.
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