Proklamation beim Vohenstraußer Faschingsverein
Prinzenpaar regiert die Stadt

Gut aufgestellt für die 44. Saison sind die Garden des Vohenstraußer Faschingsvereins. Mit den Prinzenpaaren werden sie dem Publikum unvergessliche Momente bereiten. Bild: fla
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Waldthurn
13.11.2016
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Frisch proklamiert: Prinz Thomas V. mit seiner Prinzessin Katharina I. und das Kinderprinzenpaar Prinz Jonas und Prinzessin Lena. Präsident Tobias Plödt (rechts) hat bereits angekündigt im Fasching immer dicht an der Seite der Prinzenpaare zu sein

Die Proklamation der Prinzenpaare des Vohenstraußer Faschingsvereins (VFV) steht ganz im Zeichen des 44. Geburtstags. Und die Verantwortlichen haben auch wieder etwas Besonderes auf Lager.

Während der Feierstunde waren immer wieder Fotos der vergangenen 43 Jahre zu sehen. Präsident Tobias Plödt begrüßte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, den Vertreter des Landesverbands Ostbayern, Klaus Faltermeier, Ehrenräte sowie den "Waldthurner Blechhaufen", der die Veranstaltung begleitete.

Rückblick auf Saison


Dann griff Vize-Präsident Mattes Brümmer ins Geschehen ein und schickte Plödt auf seinen Platz zurück "Es reicht, du darfst dich setzen - schließlich bist du noch der ausscheidende Prinz." Er überreichte das Mikrofon an Prinz Tobias I. und Prinzessin Sandra II., die die vergangene Saison Revue passieren ließen. Auch das letztjährige Kinderprinzenpaar wurde verabschiedet. Allerdings war Prinzessin Jana alleine gekommen, ihr Prinz "muss Fußball spielen".

Im Anschluss leitete Plödt zur Bekanntgabe des Mottos über. "Heuer hatten wir eine interaktive Umfrage durchgeführt." Gefragt wurde, was sich die Gäste wünschen und welcher Fasching für sie der schönste war. Oft lautete darauf die Antwort: Filmmusik und der letzte Fasching. "Was läge somit näher als "Legenden der Leinwand 2.0?" Unter den Proklamationsgästen herrschte ratlose Stille. Der Präsident stellte fest, dass dieses Motto doch nicht so einfallsreich sei und korrigierte: "Dann nehmen wir halt einfach - und das ist aber auch nicht so spektakulär - 44 Jahre VFV."

Die künftigen Regenten, Prinzessin Katharina I. und Prinz Thomas V., stellten sich in einem Frage- und Antwortspiel selbst vor. In diesem etwas anderen Interview kam heraus, dass beide 25 Jahre alt sind. Prinz Thomas, der eigentlich Thomas Daschner heißt, stammt aus Tiefenbach, wohnt aber jetzt mit seiner Prinzessin, der Waldauerin Katharina Meyer, in Vohenstrauß. Er ist SAP-Berater bei Pfleiderer, sie arbeitet als Gesundheitspsychologin im "Sozialteam". Als Hobbys gibt Prinz Thomas Fußballspielen an, außerdem ist er Sänger bei den "404 Whizzkids". Prinzessin Katharina tanzt und liest gerne. Als Trainerin der Kindergarde kommt ihr das Hobby auch sehr gelegen.

Brümmer stellte das Kinderprinzenpaar vor, die zehnjährige Prinzessin Lena (Enderlein) und den achtjährigen Prinzen Jonas (Lindner). Für die Mittelschülerin, die bereits einige Jahre in der Kindergarde tanzt, erfüllte sich ihr größter Wunsch: einmal Prinzessin sein. "Jonas, der noch die Grundschule besucht, wurde einfach gefragt, und er hat spontan Ja gesagt", erklärte der Sprecher. Nach der Vorstellung überreichte Bürgermeister Wutzlhofer den Rathausschlüssel an das Prinzenpaar.

Rund 100 Mitglieder tanzen in den Garden des VFV. Jessica Wührl verlas die Namen der 28 Kinder der Bambini- und Kindergarde. In der Jugendgarde tanzen in dieser Saison 29 Mädchen und 3 Burschen, die Trainerin Christina Gruber vorstellte. Sabine Karl präsentierte die 18 Tänzerinnen und 9 Tänzer der Prinzengarde. Angesichts der vielen Kinder und Jugendlichen brauchen sich die Verantwortlichen um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen.

"Hektik entzerren"


Zum Schluss wollte Tobias Plödt noch Dankesworte sagen, stellte aber fest, dass es ja eigentlich nicht darum geht, was er sagt, sondern um den VFV. "Was würde der Verein sagen, wenn er es könnte? Dass wir feiern können, das weiß er. Dass ein paar Wenige die Stadthalle am Laufen halten - das spürt er." Was ihn allerdings interessieren könnte, ist die Zukunft. Unsere Zeit werde immer schneller und hektischer. "Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir mit Freude an der Sache, Liebe zum Verein und viel Herzblut diese Hektik für alle entzerren und ein Stück Gelassenheit und Spaß zaubern", forderte Plödt auf.
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