Schreinermeister Alois Bäumler legt „Veitshöchheimer Bienenweide“ an
Honig trifft auf Kräuterbonbons

Imker Alois Bäumler (links) zeigte Rudi und Elisabeth Meißner vom Waldthurner Bund Naturschutz die Bienenwiese und die Bienenstöcke. Bild: fvo
Vermischtes
Waldthurn
13.07.2016
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Diese Wiese ist nicht nur für Augen, Nase und Ohren ein Fest, es bietet auch ein Schlaraffenland für Insekten. Elisabeth und Rudi Meißner vom Bund Naturschutz sind davon begeistert.

Der Waldthurner Schreinermeister Alois Bäumler hat neben seinem Firmengelände im Frühjahr vergangenen Jahres die sogenannte "Veitshöchheimer Bienenweide" auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern angelegt. Mittlerweile hat sich im zweiten Jahr die Kräuterpracht weiterentwickelt.

Seit 30 Jahren Imker


Die Mischung der "Bienenweide" besteht aus ausgesuchten, einjährigen und mehrjährigen Wildkräutern, die sich mit ihrer Blühfreudigkeit und einem reichen Nektar- und Pollenangebot von April bis November auszeichnen. "Ich habe hier vier Bienenvölker, die sich bestens ernähren", erklärt Bäumler, der seit 30 Jahren Imker ist.

Die Infos und Anleitung für die Wiese hat er von der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim. "In den ausgeräumten Agrarlandschaften ist eine solche Weide ein Muss, um Bienen, Hummeln und Schmetterlingen ein ausreichendes Nahrungsangebot über das ganze Jahr zu bieten."

Im vergangenen Jahr sei ihm an anderer Stelle, das ein oder andere Bienenvolk eingegangen. "Meine Völker hier an der Weide haben den Winter bestens überstanden." Wahrscheinlich habe es mit der ganzjährigen Nahrung zu tun, "sie gehen gesünder in den Winter". Knapp 60 verschiedene Kräuter sind jeweils nach Jahreszeit zu bewundern. Letztes Jahr wuchsen einjährige Blüten wie Sonnenblumen, in diesem Jahr sind mehrjährige Blüten zu bestaunen. "Bei Sonnenschein hat man das Gefühl, dass die Natur aus dem ganzen Umkreis sich hier versammelt", schwärmte Bäumler.

Im Frühjahr wird alles oberflächlich gemulcht. Insgesamt fünf Jahre dauert die Blütenpracht an, dann muss neu angesät werden. "Wir ernten hier auch schon Honig, der einen Nachgeschmack hat, als wenn man Kräuterbonbons lutscht", schwärmt der Schreiner. "Solche Idealisten wie Bäumler sind bewundernswert", sagte Rudi Meißner. "Die Wiese schaut gut aus und ist nicht ungepflegt", ergänzte seine Kollegin Maria Ries. Wer kleine und größere Flächen zur Verfügung hat, sollte eine solche Wiese anlegen, "sie ist schön und sehr nützlich".
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