Staatspreis 2016
Waldthurner Gesundheitszentrum in der engeren Auswahl

Die Bewertungskommission des Staatspreises 2016 schaute das einzige Oberpfälzer Projekt an: das Waldthurner Gesundheitszentrum. Bild: fvo
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Waldthurn
29.04.2016
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Das Waldthurner Gesundheitszentrum ist bayernweit aus 30 Vorschlägen in die engere Auswahl der Staatspreisträger gekommen. Nun vertritt es unter den zehn verbleibenden Bewerber als einziger die Oberpfalz.

"Wir befinden uns bereits in der dritten Runde zur Bewertung des Staatspreises im Wettbewerb Land- und Dorfentwicklung des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums", erläuterte Ministerialdirigent Maximilian Geierhos am Donnerstag im Café "M-10-Lottnerstubn". Der Münchner ist Leiter der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung und Vorsitzender der Bewertungskommission des Staatspreises 2016.

Mitglieder der Kommission


Neben Werner Fischer (Gemeinde Bernhardswald) vom Bayerischen Gemeindetag sind Brigitte Sesselmann (Bayerische Architektenkammer), Landschaftsarchitekt Otto A. Bertram und Franz Stemmer (Bayerischer Bauernverband) in der Kommission. Etwas zurückhaltend agierte Franz Beimler vom Staatsministerium, Abteilung Ländlicher Raum und nachwachsende Rohstoffe, Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Er ist Bruder von Bürgermeister Josef Beimler.

Leitender Baudirektor Thomas Gollwitzer vom Tirschenreuther Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) meinte, dass es sich bei Waldthurn um eine sehr soziale Kommune handle. "Hier konnten wir mit der Dorferneuerung bedeutende kleine Mosaiksteine realisieren. Der Markt wird später als herausragendes Beispiel gelten, wie man Zukunft gestalten kann." Georg Braunreuther (ALE) stellte kurz das Dorferneuerungsverfahren in Waldthurn vor und sprach dabei von einer Vitalisierung des Marktplatzes. Dazu gehöre auch das neue Gesundheitszentrum. "Wir hoffen, die Jury ist genauso begeistert wie wir alle." Gesundheitszentrum-Betreiber Stefan Hammerl führte die Gäste durch die Räume.

Der Chef der Firma Holzbau Riedl, Alexander Riedl, und Architekt Alexander Robl zeigten der Delegation die Schritte von der Planung bis zur Fertigstellung. "Als einheimische Firma hatten wir kurze Wege und haben einen kleinen Baustein zur Realisierung des Projekts beigetragen", sagte Riedl. "Wir konnten hier unter Beweis stellen, was eine ortsansässige Firma in einer Bauzeit von knapp einem Jahr leisten kann." Insgesamt habe man 250 Kubikmeter Holz und 1000 Quadratmeter Massivholzdecken verbaut. "Sogar der Aufzugsschacht ist aus Holz." Architekt Robl ergänzte, dass man die Form des Gesundheitszentrums den Denkmalschutz untergeordnet habe.

Entscheidung Mitte Mai


Marktrat Dr. Nikolaus Globisch stellte die Vorteile des Gesundheitszentrums aus Sicht eines Landarzts dar. Die Entscheidung über die Vergabe des mit 6000 Euro dotierten Staatspreises (in den verschiedenen Kategorien) fällt laut Bürgermeister Beimler voraussichtlich Mitte Mai.
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