Volkstrauertag in Waldthurn mit langem Kirchenzug
Recht auf Frieden

Dr. Michael Troidl (li) und Georg Stahl (re) legen als Zeichen der Verbundenheit einen Kranz am Ehrenmal nieder
Vermischtes
Waldthurn
15.11.2016
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Nach dem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Sebastian bewegte sich am Sonntag ein langer Kirchenzug zu den Klängen der Trachtenkapelle Waldthurn zum Ehrenmal auf dem Marktplatz. Pfarrer Baron: "Jedes Jahr erinnern wir uns an diesem Sonntag an die Gefallenen und Vermissten - jedes Jahr verbinden wir weniger mit den Namen, die auf dem Mahnmal geschrieben stehen."

"Der Volkstrauertag ist für uns auch in Waldthurn ein Tag des Innehaltens, ein Tag der Erinnerung und ein Tag der Trauer", sagte Bürgermeister Josef Beimler. Nach wie vor finden überall auf der Welt Kämpfe statt, werden schreckliche Waffen eingesetzt, Menschen getötet. Aus der Vergangenheit würden keine Konsequenzen gezogen. 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht - mehr als je zuvor. Unzählige Menschenleben wurden durch die Kriegsmaschinerie ausgelöscht. "Wir dürfen uns davon aber nicht lähmen lassen", forderte Beimler auf. "Wir müssen unsere Empfindungen zu einer unüberhörbaren Forderung nach Frieden werden lassen. Politik ist nichts ohne Frieden und Frieden ist nur mit Politik möglich", stellte der Bürgermeister fest.

In Erinnerung an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege legten die Markträte Dr. Michael Troidl und Georg Stahl im Namen der Gemeinde einen Kranz am Ehrenmal nieder. Die Gedenkfeier wurde von der Trachtenkapelle Waldthurn und den "Waldthurner Sängern" musikalisch umrahmt. Beimler dankte der Soldaten-, Krieger- und Reservistenkameradschaft 1884 für die Bereitstellung der Ehrenwache.
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