Waldthurn: Bürgermeister Josef Beimler verkündet Neuigkeit
Altes Rathaus räumt das Feld

Einige Restarbeiten sind noch nötig, dann kann der Verwendungsnachweis für den Lennesriether Schulgarten erbracht werden. Bild: fla
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Waldthurn
03.06.2016
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Positive Neuigkeiten hatte Bürgermeister Josef Beimler in der Marktratssitzung zum Abriss des alten Rathauses. Nach Freigabe durch das Landratsamt können nun die weiteren Schritte geplant werden. Das Marktoberhaupt meint damit ein Projekt, auf das die Waldthurner schon lange warten.

Endlich können die für die Innenbereichsentwicklung so wichtigen Stellplätze in Angriff genommen werden. Zunächst müssen die Verantwortlichen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn für den Abbruch beim Amt für Ländliche Entwicklung stellen. Träger ist der Markt. Für den vorzeitigen Baubeginn im Zusammenhang mit den Stellplätzen und der Einrichtung einer öffentlichen Toilette ist ein Entwurf erforderlich, den das Planungsteam Meißner/Wendl erstellt.

Barrierefrei gestalten


Beim Umbau und der Renovierung des Anwesens Am Rathaus 4 werden wegen des Einbaus einer neuen Heizanlage keine Nachtstromzähler mehr in den Wohnungen installiert. Architekt Rudi Meißner stellte zudem fest, dass eine öffentliche Toilette mit Pissoir im derzeitigen Abstellraum des Anwesens untergebracht werden könnte. "Ein WC reicht aus, wenn es barrierefrei gestaltet wird", meinte Meißner. Dem stimmten auch die Markträte zu.

Um den Abschluss eines Architektenvertrags mit dem Planer ging es bei der Außenrenovierung das Anwesens an der Bahnhofstraße 8. Außerdem musste entschieden werden, wie der barrierefreie Eingang gestaltet werden soll. Für den Kontrakt votierte das Gremium einstimmig, zwei Gegenstimmen gab es bei der Anschaffung einer Hebebühne. Gegen die zweite Änderung des Flächennutzungsplans bei der Ausweisung des Neubaugebiets "Hirmersbühl" und des Gewerbegebiets "Maienfeld" gab es keine Einwände. Somit können die weiteren Schritte eingeleitet werden.

Geplante Straßensanierung


Zum Punkt "Asphaltierungsarbeiten im Gemeindebereich" teilte Beimler mit, dass zunächst die Bereiche Thurnbühl Richtung Erdaushubdeponie, Dorfplatz Spielberg sowie ein Teilbereich der Straße von Spielberg nach Höfen saniert werden. Das günstigste Angebot lieferte die Firma Huber. Die weiteren Maßnahmen (Woppenrieth-Ortsausgang, NANO Albersrieth, Irlhof) folgen später.

Wegen der Asphaltierungsarbeiten lag auch der Antrag von Peter Piehler, Trad 9 a, vor. Hier ging es darum, den Anliegerweg zu befestigen. Den Vorschlag von Bürgermeister Beimler, den Weg zehn Zentimeter abzuziehen und eine Tragschutzdecke aufzubringen, sahen alle Markträte als vernünftigste Lösung an. Hubert Stahl wollte außerdem wissen, ob mit den Anwohnern wegen freiwilliger Leistungen gesprochen wurde. "Das wird noch erledigt", sicherte der Rathauschef zu.

In der vorigen Marktratssitzung hatte sich das Gremium nicht auf eine Anschaffung von Geschwindigkeits-Warnanlagen geeinigt. Mit 8:7 stimmten die Gemeindevertreter diesmal für die Anschaffung eines Geräts mit Aufzeichnungsfunktion.

Keine Einwände gab es gegen die Abwassereinleitung in den Sandbach aus der Kläranlage Albersrieth. Laut Klärwärter können die geänderten Ablaufwerte sowie die Jahres-Schmutzwassermenge sicher eingehalten werden. Stahl regte an diese Wassermenge auf 7000 bis 8000 Liter zu senken. Den Einbau der geforderten Emscherrinne sieht der Klärwärter als sehr aufwendig an, außerdem bezweifelt er den Erfolg. Hier wird noch nach einer günstigeren Lösung gesucht.

In der Bürgermeisterversammlung am 19. Mai wurde die Streckenführung der Kolowrat-Rallye 2016 und 2017 besprochen. Beimler bat darum, heuer in Waldthurn nur eine Stempelstelle einzurichten. "Nächstes Jahr führt die Rallye dann zum Heimatfest-Platz, wo ein etwa zweistündiger Aufenthalt geplant ist", berichtete der Bürgermeister.

Bauanträge genehmigt


Gegen die Bauanträge (Andreas Gmeiner, Oberbernrieth 16, und Michaela Feneis, Unterfahrenberg 4, Bauvoranfrage Wohnhaus mit Garagen, Georg Bocka, Irlhof 1, Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Gerätehalle und Christian Berger, Lindenweg 2, Errichtung einer Kfz-Werkstatt mit Bürotrakt) gab es keine Einwände.

Schaden beheben


Maria Greim wurde von Anwohnern auf zwei im Gebüsch liegende Feuerlöscher im Schützengarten angesprochen. "Diese werden entfernt", sicherte Beimler zu. Roman Bauer berichtete über Wasser, das am Ortsende im Bereich der Totenbretter über die Straße läuft. Auch hier versprach das Marktoberhaupt, die Ursache zu suchen und den Schaden zu beheben.

Mitteilungen des BürgermeistersIn seinen Mitteilungen informierte Bürgermeister Josef Beimler, dass die Marktgemeinde für das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) nicht berücksichtigt wurde. "Darüber bin ich nach wie vor stocksauer", ärgerte er sich. Leider sei in Waldthurn die Finanzkraft zu hoch.

Weiter berichtete er über die Verlegung von Kabelleitungen im Bereich Ottenrieth, Am Bahnhof, durch die Bayernwerk AG. "Das Landratsamt hat die Genehmigung für die von Ludwig Müller im Luhetal errichtete Brücke erteilt. Der Marktrat war eigentlich dagegen", sagte Beimler kopfschüttelnd.

"Das Nahwärmenetz im Bereich des Kinderbildungszentrums ist fast fertig und kann demnächst in Betrieb genommen werden", freute sich der Rathauschef. Wegen des Schulgartens in Lennesrieth sei eine Verlängerung für den Verwendungsnachweis bis 30. Juni erforderlich, da noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen seien. (fla)


NahwärmeBürgermeister Josef Beimler berichtete über die Versammlung der Anlieger der Wohngebiete Badeweiher 1 und 2, Bernriether Straße und Schützengarten bezüglich einer möglichen Errichtung einer Nahwärmeversorgung. "Ich war überrascht, dass sich so viele dafür interessieren", staunte er. Bei dem Treffen hatten die Verantwortlichen erläutert, dass es verschiedene Betreibermodelle gibt. Förderfähig sind aber nur Genossenschaften oder eine GbR.

Als nächster Schritt hat die Gemeinde einen Fragebogen an die Anlieger verschickt, mit dem ermittelt werden soll, wie viele Interessenten sich anschließen würden. Ist die Zahl groß genug, wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Danach soll es eine weitere Anliegerversammlung geben. (fla)
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