Bauernpräsident: Deutlich weniger Antibiotika

(nt/az) Der Deutsche Bauernverband (DBV) reagiert auf die deutliche Zunahme multiresistenter Keime (wir berichteten) und weist die Verantwortung für die Problematik von sich. Die Landwirtschaft habe in den letzten drei Jahren das Antibiotika-Monitoring für die Nutztierhaltung auf den Weg gebracht. Ziel sei es, den Antibiotikaeinsatz und die Entwicklung von Resistenzen zu minimieren. Das betonte Generalsekretär Bernhard Krüsken. Zahlen des Verbraucherschutz-Bundesamtes würden eine sinkende Einsatzmenge dokumentieren.

Die Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums, Katja Angeli, wies die Zahlen von bis zu 40 000 Toten durch die Keime als falsch zurück. "Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene geht hier von einer falschen Annahme aus, da sie Tote, die einen resistenten Erreger in sich tragen, gleichsetzt mit Todesfällen durch einen resistenten Erreger." Zutreffend seien die offiziellen Schätzungen, nach denen pro Jahr 10 000 bis 15 000 Patienten infolge von Krankenhausinfektionen sterben.
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