CSU-Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer erholt sich nach schwerer Operation
Tatendrang trotz Tumor

Am Dreikönigstag nahm Petra Dettenhöfer am CSU-Neujahrsempfang in Weiden mit Minister Markus Söder (rechts, im Hintergrund der Neustädter Landrat Andreas Meier) teil. Am Montag wurde ein Tumor aus dem Kopf der 57-Jährigen entfernt. Söder wünschte ihr am Freitag baldige Genesung. Bild: Wilck
Veranstalter und Gäste des Neujahrsempfangs der Nordoberpfälzer CSU erlebten am Dreikönigstag eine Schrecksekunde. Die Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer stürzte auf dem Weg zu einem Gruppenbild in der Weidener Max-Reger-Halle zu Boden. Für die überwiegende Zahl der Anwesenden schien es ein einfacher Fehltritt zu sein, schließlich stand die 57-Jährige kurze Zeit später lächelnd auf der Bühne neben Heimatminister Markus Söder. Doch die CSU-Politikerin begab sich nach dem Zwischenfall in ärztliche Obhut. Die Diagnose: ein Tumor im Kopf.

Bereits um Weihnachten habe sich Dettenhöfer angeschlagen gefühlt, heißt es in einer von ihrem Abgeordnetenbüro am Freitag verbreiteten Erklärung. Sie habe "sich des Öfteren schwach gefühlt", mit Schwindelanfällen gekämpft. Das hinderte die Christsoziale aus Thurndorf (Kreis Neustadt/WN) allerdings nicht daran, weiter das vom Terminkalender vorgegebene Pensum abzuarbeiten.

Nach der Diagnose am Klinikum Weiden folgte am Montag eine mehrstündige Operation in der Universitätsklinik Regensburg. Dabei sei ein laut ersten Tests gutartiger Tumor entfernt worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Gerhard Dettenhöfer, Ehemann der Abgeordneten, sagte auf Anfrage unserer Zeitung: "Wir sind sehr zuversichtlich. Es ist bisher alles sehr gut verlaufen." Der Eingriff, so heißt es in der offiziellen Mitteilung, werde die Abgeordnete zu einer mehrwöchigen Rehabilitationsmaßnahme zwingen.

Der Betrieb in ihrem Abgeordnetenbüro laufe wie gewohnt weiter, während sie sich die Zeit für die Genesung nehme. Es sei ihr fester Wille, auf die politische Bühne zurückzukehren. Auch Gerhard Dettenhöfer spricht davon, dass seine Frau nur schweren Herzens von ihren Aufgaben loslassen konnte. "Sie wird Geduld brauchen", sagt er und fügt mit Blick auf ihren Tatendrang hinzu: "Die hat sie aber nicht." Heimatminister Söder, der beim Neujahrsempfang den Sturz miterlebt hatte, teilte am Freitag mit: "Petra ist eine hoch engagierte Abgeordnete für die Region. Ich wünsche und hoffe auf baldige Genesung. Wir brauchen sie."
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