Drei Fragen an Christa Standecker

Eine Hahnbacherin ist Geschäftsführerin der Metropolregion: "Jeder echte Nürnberger hat eine Oberpfälzer Großmutter", erklärt Christa Standecker die Verbundenheit der Mittelfranken mit den in der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts massenhaft zugewanderten Oberpfälzern.

Christa Standecker ist seit Gründung der Metropolregion Nürnberg deren Geschäftsführerin. Als Beispiel, welche Vorteile der Zusammenschluss birgt, nennt die Hahnbacherin die Einrichtung des Spitzenclusters Medical Valley.

Den Markenkern eines Konglomerats auf einen Nenner zu bringen, das ist so etwas wie die Quadratur des Kreises. Am Dienstag machte die Metropolregion Nürnberg (emn) bei ihrer Ratssitzung in der Weidener Max-Reger-Halle den ersten Schritt in diese Richtung - eine Imageanalyse wurde vorgestellt. Ergebnis: Entscheider und Bürger stellen der emn gute Noten aus, aber es fehlt ein scharfes Profil.

"Wir müssen überlegen, mit welchen Begriffen wir das Profil aufladen" , sagt Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion. Was schon gut funktioniere: "Die Bürger sind mit der Lebensqualität zufrieden." Das sei ein wichtiges Argument, um Fachkräfte anzulocken. Allerdings habe man zu wenig Profil bei Innovation und Wirtschaftskraft entwickelt: Wir müssen geeignete Bilder finden." Dabei habe man einiges zu bieten: "Wir haben 150 Hidden Champions in der Metropolregion und sind bei Patentanmeldungen europaweit an der Spitze.

Was fällt Ihnen zu zehn Jahre Metropolregion ein?

Standecker: Hm, eine Menge. Zusammenwachsen, Netzwerk über Kirchtürme hinweg, Reichtum an landschaftlichen und kulturellen Schätzen, kommunale Familie, das Miteinander steht im Vordergrund.

Nürnberg wurde als Lockmittel und Lokomotive bezeichnet - Oberpfälzer sind dann Mitläufer und Güterwaggons?

Standecker: Da gibt's ganz unterschiedliche Waggons. Das können Salonwagen sein, aber natürlich auch Güterwaggons. Wir haben starke Standorte in der Industrieproduktion.

Markenkern des Konglomerats?

Standecker: So weit sind wir noch nicht, aber Nürnberger Witz und Region der Erfinder könnten eine Rolle spielen.
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