Geschichtswettbewerb: Kepler-Gymnasium "Landesbeste"
Mehr Toleranz, weniger Vorurteile

(gük) Sie recherchierten zur Rolle der Frau im 19. Jahrhundert, nahmen die Ausgrenzung von Sinti und Roma in der Weimarer Republik unter die Lupe oder konzipierten eine Stadtführung für Menschen mit Behinderung. 446 Jugendliche beteiligten sich in Bayern mit 86 Beiträgen am Geschichtswettbewerb 2014/2015 des Bundespräsidenten. Körber-Stiftung und Stadt Nürnberg verliehen am Mittwoch 13 Landespreise (je 250 Euro) und 13 Förderpreise (je 100 Euro). Das Kepler-Gymnasium Weiden und das Deutschherren-Gymnasium Aichach wurden als landesbeste Schulen mit je 500 Euro ausgezeichnet.

Die Ausschreibung lautete: "Anders sein. Außenseiter in der Geschichte". "Ein höchst aktuelles Thema", wie Nürnbergs 3. Bürgermeister Klemens Gsell in seiner Laudatio betonte. Die Teilnehmer habe die gegenwärtige Diskussion um Anders sein und Ausgrenzung sehr bewegt. Mit ihren Beiträgen "wenden sie sich gegen Vorurteile und fordern mehr Toleranz", fügt Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung hinzu. Dies zeigt auch die Konzeption einer Stadtführung für behinderte Menschen, die 46 Schüler der Klasse 11 des Weidener Kepler-Gymnasiums ausgetüftelt haben.

Weitere Oberpfälzer top

Zwei weitere bayerische Landessieger kommen aus der Oberpfalz: 22 Schüler (Klasse 13) der dortigen Beruflichen Oberschule Schwandorf beschäftigten sich in ihrer Arbeit mit dem Thema "Saboteur, Kommunist, Außenseiter? Landrat Hans Schuierer und der Widerstand gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) in Wackersdorf". Und die 4. Klasse der Grundschule Burgweinting (Regensburg) erzählt "Die Geschichte von der linken Hand. 8 Spürnasen auf Zeitreise". Drei Förderpreise gingen ebenfalls an Schüler des Weidener Kepler-Gymnasiums.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.geschichtswettbewerb.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.