Oberpfalz beliebt wie nie

Immer mehr Touristen kommen auch nach Amberg. Die Plättenfahrten auf der Vils gehören dabei im Sommer zum Pflichtprogramm. Archivbild: Hartl

Der Tourismus in Bayern boomt, auch die Oberpfalz profitiert von der Entwicklung. Der Anstieg der Gästezahlen dürfte 2014 für ein Top-Jahr sorgen. Nur ein Landkreis im Bezirk fällt aus dem Rahmen.

(jum/we) Für Bayerns Fremdenverkehr war 2014 voraussichtlich erneut ein Rekordjahr. Nach vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik gab es sowohl bei der Gästeankünften wie bei den Übernachtungen neue Höchstzahlen. Von Januar bis November kamen demnach 30,3 Millionen Gäste nach Bayern (plus 2,5 Prozent). Sie blieben für insgesamt 79,7 Millionen Übernachtungen (plus 1 Prozent).

Viele ausländische Urlauber

Auf das gesamte Jahr hochgerechnet lässt das neue Rekordwerte erwarten. Getragen wurden die Zuwächse vor allem durch Urlauber und Geschäftsreisende aus dem Ausland. Deren Zahl stieg um 4,2 Prozent auf 7,35 Millionen, die Summe deutscher Gäste in Bayern wuchs um 1,9 Prozent auf 22,9 Millionen. Von der positiven Entwicklung profitierte auch die Oberpfalz. Hier stieg die Zahl der Gästeankünfte in den ersten elf Monaten 2014 sogar um 3,2 Prozent auf 1,74 Millionen, die der Übernachtungen um 1,8 Prozent auf fast 4,5 Millionen. Neben dem Landkreis Regensburg mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten gab es die stärksten Sprünge nach oben in der Stadt Amberg und im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Nach Amberg kamen 8,7 Prozent, in den Landkreis Neustadt an der Waldnaab 8,6 Prozent mehr Gäste.

Dies wirkte sich auch spürbar positiv auf die Übernachtungszahlen aus. 4,3 Prozent mehr Gäste kamen zudem in die Stadt Weiden. Ein Plus von 3,7 Prozent verzeichnete der Landkreis Schwandorf und ein Plus von 2,2 Prozent der Landkreis Amberg-Sulzbach.

Einzig der Landkreis Tirschenreuth fiel in der nördlichen Oberpfalz aus der Reihe. Er verzeichnete bei den Gästeankünften ein Minus von 4,3 und bei den Übernachtungen von 7,4 Prozent. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass Tirschenreuth im Jahr 2013 durch die Gartenschau einen Sonderfaktor verzeichnet hatte.

Oberfranken schwächelt

Den höchsten Anstieg bei den Bezirken verzeichnete Mittelfranken (Gästeankünfte: 3,5 Prozent und Übernachtungen 3,4 Prozent). Unter dem Vorjahresstand lag die Zahl der Gästeankünfte (minus 0,2 Prozent) und der Übernachtungen (minus 0,8 Prozent) in Oberfranken sowie die Zahl der Übernachtungen (minus 0,7 Prozent) in Niederbayern. Zuwächse verbuchten München (Gästeankünfte: plus 4,1 Prozent; Übernachtungen: plus 3,7 Prozent) und Nürnberg (Gästeankünfte: plus 3,9 Prozent; Übernachtungen: plus 6,7 Prozent).
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