Verleger German Vogelsang unterstützt "soziale Arbeit auf höchstem moralischen Niveau": Aktion ...
Gute Taten zum denkmalgeschützten Geburtstag

Verleger German Vogelsang (stehend) lud zehn Hilfsorganisationen zur Spendenübergabe. Bild: Götz
 
"Je bekannter wir werden, desto mehr Leute müssen wir versorgen", berichtet Josef Gebhardt, Vorsitzender der Weidener Tafel.
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", zitiert German Vogelsang den großen Dresdener Humoristen Erich Kästner. Vogelsang resümiert vor seinem 75. Geburtstag: "Das Leben hat mich reich beschenkt." Es sei ihm ein inneres Bedürfnis, etwas davon zurückzugeben.

Der Verleger unterstützt mit jeweils 1500 Euro zehn karitative und soziale Institutionen aus dem Verbreitungsgebiet. "Das ist nicht die Welt", sagt der Mäzen, "aber jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt."

Arbeit auf höchstem moralischen Niveau bescheinigt er deren Vertretern: "Ob die Unterstützung von sozial Schwachen durch die Tafel, die Beratung und Hilfe im Flüchtlingsbereich, die medizinische Versorgung der Menschen in der Ukraine - es nötigt uns höchsten Respekt ab, dass Sie diesen Tragödien nicht nur zusehen, sondern tatkräftig Hilfe leisten."

Aktion Tschernobyl Pfreimd: Dr. Josef Ziegler ist seit einem Vierteljahrhundert in der Ukraine unterwegs. Der Verein rüstet Kliniken im Westen des Landes aus. Als wäre die medizinische Versorgung nicht schon schwierig genug, erschweren die politischen Verhältnisse zusätzlich die Arbeit.

Tafel e. V.: Mit Bernhard Saurenbach (Amberg und nordbayerischer Vorsitzender aller 52 Tafeln), Hannelore Bienlein-Holl (Mitterteich), Friedrich Keller (Oberviechtach) und Josef Gebhardt (Weiden) sind vier Vertreter jener gemeinnützigen Organisation versammelt, die nicht nur Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, sondern gleichzeitig der massenhaften Vernichtung von einwandfreien Nahrungsmitteln entgegentritt.

"Mir graut schon ein wenig", bekennt Gebhardt, "je bekannter wir werden, desto mehr Leute müssen wir versorgen." Die wachsende Armut mache sich in steigenden Zahlen berechtigter Empfänger bemerkbar. "Wir stoßen an unsere Leistungsgrenzen."





Diakonisches Werk Sulzbach: Theo Wißmüller kennt diese Not von der täglichen Beratungspraxis. "Das Geld langt kaum zum Leben", sagt er über die vielen Arbeitslosengeld-2-Empfänger, die er betreut. Er erzählt vom Schicksal einer Frau, die im Rollstuhl sitzt und die ihren Mann verloren hat: "Er war in Insolvenz geraten, konnte die Hausrate nicht mehr bedienen." Jetzt helfe Wißmüller schrittweise, die drängendsten Probleme zu lösen: "Die Beerdigung organisieren, das Haus verkaufen."

Diakonie in Weiden: Der demografische Wandel macht Claudia Hermann, Leiterin der Kurzzeitpflege, zu schaffen. "Früher gingen alte Menschen in ein Heim, wenn sie noch einigermaßen fit waren. Heute haben wir es meist mit schwer pflegebedürftigen Patienten zu tun." Der Aufwand werde immer größer, die Politik müsse hier stärker gegensteuern.

Jugendtreff Nabburg: Auf der anderen Seite der Alterspyramide engagiert sich ÖDP-Stadträtin und dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl. Vom Acryl-Malkurs über E-Gitarren-Workshop und Teenie-Schminken bis zum Zumba-Tanzkurs können Jugendliche in der mittelalterlichen Stadt ihre Sehnsüchte ausleben.

Caritasverband Kreis Tirschenreuth: Jürgen Kundrat betreut zusammen mit einer Dreiviertelkraft derzeit rund 350 Flüchtlinge an zehn Standorten. Der Geschäftsführer freut sich, dass die Akzeptanz gerade bei einfachen Leuten gewachsen sei: "Wir haben Kontakte zu vielen Vereinen wie dem FC Tirschenreuth, die bei der Integration mithelfen."

Donum Vitae: Michaela Mußemann hat es mit verzweifelten werdenden Müttern zu tun, die aus unterschiedlichen Gründen ihre Schwangerschaft verheimlichen: "Junge Frauen aus ganz Deutschland kommen hierher, solange man ihren Zustand nicht sehen kann."

Donum Vitae kümmert sich um eine Wohnung und eine vertrauliche Geburt. "Wir müssen die Kosten für die Entbindung und die Wohnung mit Spenden finanzieren."
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