Wirtschaftlicher schulen

Die Gustl-Lang-Schule, die nach dem früheren Wirtschaftsminister benannte Staatliche Wirtschaftsschule in Weiden, wird im kommenden Jahr mit der Wirtschaftsschule Eschenbach zusammengelegt. Bild: Hartl

Eine Fusion soll beide Standorte sichern. Solche Aussagen sind vor allem aus Unternehmensberichten bekannt. Die Idee soll nun auch in der Ausbildung Schule machen.

Personell ist der Zusammenschluss der Wirtschaftsschulen Eschenbach und Weiden bereits vollzogen. Zumindest an der Spitze der beiden Einrichtungen. Zum Beginn des kommenden Schuljahrs im August 2015 folgt dann die offizielle Vereinigung. Dies bestätigte Henning Gießen, Pressesprecher im bayerischen Unterrichtsministerium, auf Anfrage unserer Zeitung. Der Leiter der Wirtschaftsschule Eschenbach, Thomas Reitmeier, hat auch die Führung der Wirtschaftsschule in Weiden übernommen hat. Die Schülereltern seien am Freitag schriftlich über diese Pläne des Kultusministeriums informiert worden, so Reitmeier. Das Büro des Schulleiters dürfte sich künftig an der größeren der beiden Schulen in Weiden befinden.

In Eschenbach gibt es derzeit rund 260 und in Weiden 500 Schüler. Für sie wird sich durch die Fusion wenig ändern. Beide Standorte bleiben erhalten. Dass die Schüler für den Unterricht zwischen Weiden und Eschenbach pendeln, könne er sich nicht vorstellen, erklärte Reitmeier. "Wir sprechen hier schließlich von einer Fahrzeit von rund 30 Minuten."

Pendelnde Lehrer

Schon wahrscheinlicher sei es, dass die Lehrer künftig an beiden Standorten unterrichten. Es sei allerdings Aufgabe der Schulleitung, die Belastung für die Lehrer möglichst gering zu halten. Außerdem gebe es an beiden Schulen gewachsene Kollegien, die er nicht ohne Not zerteilen wolle. Reitmeier schloss aus, dass wegen der Fusion künftig weniger Lehrer an den beiden Schulen unterrichten. "Die Zahl hängt allein von der Schülerzahl ab", so Reitmeier. Der 44-Jährige bestätigte, dass es eine solche Zusammenlegung zweier gleichartiger Schulen bisher noch nicht gegeben habe. Es sei eine gute Entscheidung des Ministeriums, um mit den Herausforderungen des demografischen Wandels fertigzuwerden und beide Standorte langfristig zu sichern. "Eschenbach ist von einem starken Schülerrückgang betroffen", begründete Gießen den Zusammenschluss.

In Verwaltung sparen

Durch die Umstrukturierung ließe sich der Standort Eschenbach sichern und gleichzeitig ein vielfältiges Unterrichtsangebot erhalten. Dies unterstrich Richard Glombitza, Bereichsleiter Schulen an der Regierung der Oberpfalz, in einer Presseerklärung. Synergieeffekte verspricht man sich vor allem im Bereich Organisation und Verwaltung. Reitmeier ist seit Februar 2013 an der Schule in Eschenbach. Der Selber war zuvor sieben Jahre lang in der Schulaufsicht der Regierung von Oberfranken für die Wirtschaftsschulen zuständig.
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