75 Delegierte des Heimatrings zu Gast in Nürnberg
Bei Kaiserwetter auf der Kaiserburg

Die Delegierten des Heimatrings besuchten in Nürnberg natürlich auch die Frauenkirche. Repro: Dobmeier

Ein Himmel in den weiß-blauen Landesfarben begleitete 75 Delegierte des Heimatrings bei ihrer Fahrt in die Frankenmetropole Nürnberg. Die beiden Reiseleiter, zweiter Vorstand Norbert Uschald und Bertram Schlosser, der für den erkrankten Günther Magerl eingesprungen war, freuten sich über das große Interesse der Delegierten, die zunächst mit professionellen Stadtführerinnen in einer einstündigen Busfahrt zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände fuhren. Die riesigen, überdimensionierten Bauten, welche teilweise die Zerstörungen im und nach dem zweiten Weltkrieg überstanden hatten, zeugen von dem irrsinnigen Größenwahn der damaligen Zeit.

Rund um den Dutzendteich führte die Fahrt dann auf den Keuperfels, wo das Wahrzeichen der Stadt, die Kaiserburg, die seit dem elften Jahrhundert majestätisch über der Stadt thront, auf die Besucher wartete, welche die weiteren Erkundungen nun auf Schusters Rappen absolvierten.

Hoch über Nürnberg erfuhren die Delegierten einiges von den Anfängen der Stadt bis zur Gegenwart. Der Name der Stadt leitet sich vermutlich von "nor" für steiniger Fels ab, welcher den von weit her sichtbaren Keuperfels mit der Burg bezeichnet. Erste Siedlungsspuren in der Nähe des heutigen Hauptmarktes datieren um das Jahr 850. Die eigentliche Stadtgründung ist nicht überliefert, könnte aber zwischen 1000 und 1040 gewesen sein.

Dann ging es bergabwärts in die Altstadt. Vorbei am ältesten Fachwerkhaus Nürnbergs aus dem Jahre 1338, besuchte die Reisegruppe aus Weiden das Albrecht-Dürer-Haus, welches an einer zur damaligen Zeit sehr belebten Stelle stand, da sich hier mehrere Handelsstraßen kreuzten. Später passierte man noch das Denkmal des Dichters im Schatten der Sebalduskirche, welche Dürers Tauf-, Hochzeits- und Heimatkirche war.

Letztes Ziel des geführten Rundgangs war der sogenannte historische Kunstbunker, eine Stollenanlage unter der Kaiserburg. Schließlich hatten die Delegierten auch noch Gelegenheit dem sogenannten "Männleinlaufen" - das Umgehen der Figuren an der Kunstuhr am Westgiebel der Frauenkirche - welches jeden Tag um 12 Uhr mittags zahlreiche Touristen anlockt, beizuwohnen. Nach der Mittagspause im "Bratwurst Röslein" erkundete die Weidener Reisegruppe die Altstadt noch auf eigene Faust.
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