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Eckiges zu klein fürs Runde

Eckiges zu klein fürs Runde

Von Beate-Josefine Luber

Das Bürgerfest ist kein Fußballfest. Schon gar nicht zu einem Achtelfinale. Damit hat Event-Managerin Gertrud Wittmann gewiss nicht unrecht. Doch der Sonntag hat auch gezeigt: Fußball ist ein Publikumsmagnet. Viele zog er während des Achtelfinalspiels ab 18 Uhr aus der Innenstadt heraus.

Mit den kleinen 50-Zoll-Bildschirmen auf den Hauptbühnen haben die Organisatoren der Stadt jedoch ein Eigentor geschossen. In der ersten Halbzeit spielten dazu noch Bands. Eine unglückliche Situation: Die Gäste starrten an den Musikern vorbei auf die Monitore. Und der Jubel bezog sich in der 8. und 43. Minute bestimmt nicht auf ihre Darbietungen. Sängerin Andrea Marie unterbrach deshalb auch spontan ihr Konzert am Unteren Markt - und machte erst in der Halbzeitpause weiter. Weder die Fußballfans noch die, die bei Musik feiern wollten, konnten mit dieser Lösung zufrieden sein.

Das bemerkten auch die Organisatoren der Stadt. Wittmann räumt einen Fehler ein, der auch den Standbesitzern mit Umsatzeinbußen teuer zu stehen kommt. Das nächste Mal gibt es dann hoffentlich wieder zumindest eine Großleinwand. Auch wenn es wieder "nur" ums Achtelfinale gehen sollte.

beate.luber@derneuetag.de

Hintergrund

Zu viele Top-Acts gleichzeitig

Weiden. (blu) Ein Publikumsmagnet am Bürgerfest war natürlich die "Bayern-3-Band" auf dem Oberen Markt. Wo sonst Blasmusik spielte, präsentierte sie Party-Hits von 21 Uhr bis Mitternacht. Einen Top-Act gab es auch auf dem Unteren Markt mit "Highline", die pünktlich um 0.30 Uhr endeten. Das war etwas zu viel Konkurrenz für die Rockbühne auf dem "Roten Platz".

"Gegen 21.30 Uhr strömten die Gäste weg. Das konnte auch die 'Rattle Gang' nicht mehr retten", resümiert Dieter Held, der die Bühne wie jedes Jahr mit dem Salute-Team organisierte. "Es hat keinen Sinn, dass so viele Hochkaräter nebeneinander spielen. Das ist ja keine gegenseitige Konkurrenzmacherei, sondern ein Bürgerfest."

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