Beim Projekt "Step by Step" können Jugendliche Kultur erfahren
Vom Theater bis zum Tonstudio

Jugendliche mit Workshops von der Straße holen: Das wollen Julia Zimmermann, Vorsitzende des Vereins "Das Magische Projekt" (links), Kursleiter und die Mittelschulrektoren Heribert Zeis (von rechts) und Karl-Heinz Badenberg mit dem Angebot "Step by Step". Bild: Schönberger

Jugendliche von der Straße holen - das ist das Ziel des Projekts "Step by Step". Der Verein "Das magische Projekt" und der Stadtjugendring haben sich dafür etwas Besonderes einfallen lassen.

Sie bieten neue Workshops im Jugendzentrum (Juz) und in den Räumen des "Magischen Projekts". Das Angebot richtet sich in erster Linie an Jugendliche der Pestalozzi-Mittelschule und der Max-Reger-Mittelschule. Die beiden Schulen fungieren deshalb auch als Kooperationspartner bei dem Projekt. Es können aber ebenso Schüler anderer Einrichtungen teilnehmen.

Bei den Workshops zu kulturellen Themen toben sich Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren bei Musik, im Breakdance oder Hip-Hop aus. Julia Zimmermann, Vorsitzende "Magischen Projekts", hat eine Förderung über das Programm "Kultur macht stark" für "Step by Step" erhalten. Deswegen attestiert ihr Ewald Zenger, Geschäftsführer des Stadtjugendrings, eine "Trüffelnase".

Problem gemeinsam lösen


"Step by Step" richtet sich vor allem an sozial benachteiligte Jugendliche der beiden Mittelschulen. "Alles, was wir im Bereich Kultur finden, können wir in den Workshops abdecken", sagt Zimmermann bei der Vorstellung des Projekts im Juz. Die Kurse beginnen am Dienstag, 15. November, und dauern ein Jahr (Hintergrund ). So lange läuft auch die Förderung. Im August oder September sollen die Teilnehmer das Gelernte bei einem Festival aufführen.

Ziel ist es, den jungen Leuten zu zeigen, was sie in ihrer Freizeit unternehmen können, um nicht nur Computer zu spielen, Alkohol zu trinken und "herumzugammeln". Außerdem sollen die Jugendlichen durch die Workshops selbstbewusster werden und etwas lernen, auf das sie stolz sein können. "Die Jugendlichen wachsen an dem, was sie tun", erklärt Tamara Hirschmann, die einen Kurs zu Gesang anbietet.

Die meisten Workshop-Leiter sind im Juz keine Unbekannten. Marlene Wagner-Müller leitete dort bereits ein Theaterprojekt mit jungen Flüchtlingen und Einheimischen. Chris Orndorff fand seine Leidenschaft fürs Tanzen bei einem Kurs. Seine positiven Erfahrungen will er nun weitergeben.

"Das funktioniert"


"Uns interessiert, was die Jugendlichen nach der Schule machen", so Karl-Heinz Badenberg, Leiter der Max-Reger-Mittelschule, seine Beteiligung. Er möchte den Schülern Freizeitbeschäftigungen bieten, "bei denen etwas rauskommt." Sein Kollege Heribert Zeis von der Pestalozzi-Mittelschule sieht das ähnlich. "Das Freizeitverhalten ist bei unseren Kindern nicht mehr intakt", findet er. Dieses Problem wolle er gemeinsam mit dem Verein und dem Stadtjugendring anpacken. Und Zenger ergänzt: "Ich bin guter Dinge, dass das nächstes Jahr gut funktioniert."

Das bietet "Step by Step"Die Workshops im Programm "Step by Step":

Theater und Bühnengestaltung: Leitung Marlene Wagner-Müller, dienstags, 18 bis 20 Uhr, Juz.

Beatproducing: Tobias Stadler, montags, 18 bis 20 Uhr, "Magisches Projekt".

Textwriting: Tobias Stadler, mittwochs, 18 bis 20 Uhr, Juz.

Mixing und Mastering/Aufnahme: Tobias Stadler, freitags 15 bis 18 Uhr, "Magisches Projekt".

Grundlagen Tonstudio: Benny Kahnes, mittwochs, 16 bis 18 Uhr, "Magisches Projekt".

Breakdance: Josef Netwet und Michael Kraft, dienstags, 18 bis 20 Uhr, Juz.

Hip-Hop: Chris Orndorff, freitags, 15.30 bis 17 Uhr, Juz.

Instrumente: Michael Siegel, mittwochs, 18 bis 20 Uhr, Juz.

Gesang: Tamara Hirschmann, montags 17 bis 18 Uhr, "Magisches Projekt".

Die Workshops finden ab Dienstag, 15. November, wöchentlich im Juz (Frühlingstraße 1) oder beim "Magischen Projekt" (Sedanstraße 23) statt. Anmeldung nicht erforderlich, Teilnahme kostenlos. Mitmachen können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren.
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