Das gibt's auf dem Weidener Frühlingsfest 2016
Riesig, auch ohne Rad

Am Freitag soll das Frühlingsfest startklar sein. Noch schrauben die Schausteller an den 60 Geschäften auf dem Festplatz, was das Zeug hält. Bilder: Götz (2)
Freizeit
Weiden in der Oberpfalz
26.04.2016
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Es wird geschraubt und gehämmert: Das Frühlingsfest nimmt wenige Tage vor der Eröffnung Gestalt an. Dabei müssen die Besucher heuer zwar aufs Riesenrad verzichten. Dafür gibt's eine Reihe Neuheiten. Und einen nostalgischen Trend.

Zwölf Jahre ist er im Geschäft. So lange hilft Peter Rackl bei der Stadt mit, das Frühlingsfest zu organisieren. Aber alles erlebt hat auch der Platzmeister noch nicht. Dass es, wie heuer, während des Aufbaus schneit, "ist das erste Mal. Ein Novum", wundert er sich. Am Wetter müssen sie also noch arbeiten. An anderen Neuerungen, die weit stimmungsvoller als Schnee sind, mangelt es dafür aber auch nicht.

Zum 80. Frühlingsfest, das am Freitag, 29. April, startet, dreht sich zum Beispiel erstmals in Weiden der "Predator". Ein Hochfahrgeschäft, in dem die Besucher auch mal kopfüber schwingen. "Das steht normalerweise bloß auf den großen Festen", sagt Rackl. Ebenfalls eine Premiere - und "ein Höllenritt" - sei "Phönix", in dem die Fahrgäste abermals Überschläge überstehen müssen.

Piraten und Geister


Neu sind außerdem das Laufgeschäft "Pirates Adventure" und die "Geisterstadt"-Bahn - beide ganz schöne Trümmer: an die 27 Meter lang und zweistöckig. Eine runde Sache soll daneben das "Beach Walking" werden. In luftgefüllten Bällen können die Besucher - trocken - über Wasser laufen. Keine Premiere, aber nach 15 Jahren mal wieder auf dem Fest: die "Wilde Maus", ein wirklich wildes Fahrgeschäft, wie Rackl sagt. Auch alles andere als neu - genaugenommen schon seit 1870 existent - ist das Nostalgie-Pferdekarussell, das zum 80. des Frühlingsfestes nicht nur für kleine, sondern auch für große Fahrgäste aufgebaut wird. Verschmerzen lässt sich so vielleicht, dass ein anderer Klassiker diesmal fehlt: Der Betreiber des Riesenrads musste kurzfristig absagen. Technische Probleme.

Apropos Klassiker: Ein Trend lässt sich inmitten der Buden ausmachen. Ein Retro-Trend nämlich. So bietet ein Geschäft das gute, alte Ringewerfen in neuer Aufmachung an. Alternativ gäbe es auch noch einen erst heuer eröffneten Bogenschieß-Stand. Und wem selbst das noch zu modern ist: An einer anderen Bude können sich die Festbesucher an Steinschleudern ausprobieren.

Viel ist also in Bewegung. Aber längst nicht alles. Im Festzelt mit seinen rund 2200 Plätzen setzen sie zum Beispiel auf Altbewährtes, wie Josef Ebnet sagt, der hier zusammen mit Partner Gerhard Böckl den Laden schmeißt. Im Zelt gibt es wieder eine Menge Musik - und ebenso eine Menge Bier. Die Mass Gambrinus-Festbier ist mit 7,80 Euro zwar um 10 Cent teurer als beim Frühlingsfest im Vorjahr. Aber immerhin 10 Cent günstiger als beim Volksfest, bei dem eine andere Brauerei liefert.

Die Enden der Breze


Dabei soll das Zelt nicht der einzige größere Treffpunkt auf sein. Nach der Premiere im Vorjahr wird Philipp Beyer wieder seine Hütte "s'Knobberl" aufsperren (www.knobberl.de). Keine Konkurrenz, sondern "eine Ergänzung zum Festzelt". Schließlich ist die Hütte auch deutlich kleiner: Rund 150 Plätze bietet sie im Inneren, noch einmal so viele im Außenbereich. Gemütlich soll es sein, sagt Beyer. Der gleichzeitig ein etwas anderes Musikprogramm verspricht. Der Name "Knobberl" ist übrigens passend gewählt: So heißen die dünnen Enden von Brezen. Also jener Backwaren, für die Beyers Bäckerei bekannt ist. Und die es, neben anderen hauseigenen Produkten, auch in der Hütte geben wird. In ganz besonderer Form gleich am Freitag um 19 Uhr beim "Anknobberln": Beyer wird zur Eröffnung eine Riesenbreze mit vielen Endstücken zerteilen und unter die Leute bringen.

Unter möglichst friedfertige Leute wohlgemerkt. Denn, auch das kündigt Platzmeister Rackl an, diesmal werde die Kontrolle an den Eingängen zum Festgelände verstärkt. Die Security werde vermehrt darauf achten, dass keine stark Betrunkenen hereinkommen. Oder Leute, die Alkohol mit sich schmuggeln wollen.

Frühlingsfest: Das ProgrammFestzelt

  • Freitag, 29. April: ca. 19 Uhr Eröffnung und Anzapfen mit OB Seggewiß, Musik ab 19.30 Uhr: "Rotzlöffl"
  • Samstag, 30. April: ab 19 Uhr Showband "Musikuss"
  • Sonntag, 1. Mai: ab 15 Uhr zünftige Unterhaltungsmusik, ab 20 Uhr "Johnny Gold"
  • Montag, 2. Mai: ab 19 Uhr "Weidener Musikanten"
  • Dienstag, 3. Mai: ab 19 Uhr Showband "Stieflziacha"
  • Mittwoch, 4. Mai: ab 19 Uhr "Members"
  • Donnerstag, 5. Mai: ab 15 Uhr zünftige Unterhaltungsmusik, ab 19 Uhr Partyband "Highline"
  • Freitag, 6. Mai: ab 19.30 Uhr "Quertreiber", ab 22 Uhr Feuerwerk
  • Samstag, 7. Mai: ab 19 Uhr "Die Ganoven"
  • Sonntag, 8. Mai: ab 15 Uhr zünftige Unterhaltungsmusik, ab 19 Uhr "Montana"


"s'Knobberl"

  • Freitag, 29. April: 19 Uhr Party mit "Zotti Peter"
  • Samstag, 30. April: ab 19 Uhr Party mit "DJ Andi aus den Bergen"
  • Sonntag, 1. Mai: 11 bis 14 Uhr zünftiger Frühschoppen, ab 18 Uhr "Rock Connection"
  • Montag, 2. Mai: ab 19 Uhr Zoiglmusik mit den "Mittelberg Musikanten"
  • Dienstag, 3. Mai: ab 19 Uhr "Eisenbahn-Zoigl-Express"
  • Mittwoch, 4. Mai: ab 19 Uhr Party mit "DJ Borti"
  • Donnerstag, 5. Mai: 11 bis 14 Uhr Vatertagsfrühschoppen mit "D'Sodara & Er", ab 19 Uhr "HWO - Haidmühlner Wurstwasser Orchestra"
  • Freitag, 6. Mai: ab 19 Uhr Party mit "Zotti Peter"
  • Samstag, 7. Mai: ab 19 Uhr Party mit "DJ Borti"
  • Sonntag, 8. Mai: 11 bis 14 Uhr zünftiger Frühschoppen, ab 18 Uhr "Die Allerscheynst'n" (fku)
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